Ist der Mensch eine unsterbliche Seele?

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Menschen zu allen Zeiten hatten die Vorstellung, dass der Mensch eine unsterbliche Seele gefangen in einem vergänglichen Körper sei. Und das sich diese Seele mit Eintritt des körperlichen Todes vom Körper löst und – wo und wie auch immer – fortexistiert.

Diese Grundannahme ist in Zeiten der Aufklärung und der sogenannten exakten Wissenschaften mächtig ins Wanken geraten. Besonders die Naturwissenschaften versuchten uns mit erstaunlicher Hartnäckigkeit weiszumachen, dass der Mensch lediglich Materie und mit dem letzten Atemzug auch alles aus sei.
Spätestens aber seit Raymond Moody, ein amerikanischer Forscher und Psychiater, im Jahre 1975 enen Sammelbericht von sogenannten Nahtoderlebnissen Wiederbelebter veröffentlicht hat, ist im Grunde genommen klar, dass die Naturwissenschaften sich geirrt haben.
Anstatt aber dies einfach zuzugeben, haben die Naturwissenschaften – als ginge es um das nackte Überleben – ihre Anstrengungen verzehnfacht und versuchen, jene Nahtoderlebnisse als Halluzination -ausgelöst durch körpereigene Endorphine und /oder Sauerstoffmangel – hinzustellen.

Aber wie lassen sich dann folgende vier Merkmale erklären, die von namhaften amerikanischen Psychiatern und Forschen genannt werden?:
1.  Eine gesteigerte Bewusstseinstätigkeit, während der Mensch scheinbar bewusstlos ist – also keine Hirnaktivität messbar ist
2.  Das Beobachten des eigenen Körpers aus einer anderen Position im Raum oder Gelände
3.  Beschreibung – im Nachhinein –  von Objekten, die sie aus der Körperposition heraus gar nicht hätten sehen können
4 . Die zutreffenden Beschreibungen von Ereignissen und Orten, die sie außerhalb ihres Körpers auf „Seelenreise“ gesehen haben und von denen sie nichts gewusst haben können

Diese vier Merkmale lassen eigentlich nur einen vernünftigen Schluss zu:

….dass das Bewusstsein auch unabhängig vom physischen Körper funktioniert und somit den Tod dieses Körpers überlebt. (Greyson, Kelly und Stevenson, drei amerikanische Forscher)

Zum Abschluss – zur Abrundung dieses Essays – noch ein erhellendes Video-Zeugnis: Außerhalb des Körpers

 

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Wenn mit zweierlei Mass gemessen wird

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Es wird ja von atheistischer Seite aus gerne behauptet, dass die Evolution eine bewiesene Tatsache sei. Aber wenn man etwas genauer nachfragt, so entpuppt sich die „bewiesene Tatsache“ als ein NETZWERK von Indizien, was in spekulativer Weise als BEWEIS interpretiert wird.

Erschwerend kommt hinzu, dass die meisten Atheisten, die von einer bewiesenen Tatsache sprechen, den Publikationen,  Forschungsergebnisse und Deutungen/Interpretationen der sogenannten EXPERTEN vertrauen, also selber keinen direkten Zugriff auf die INDIZIEN haben. Und demzufolge auch nicht beurteilen können, ob nicht hier und da geschickt manipuliert wurde, wo wichtige Gegenargumente verschwiegen und die Schlussfolgerungen oft mehr als fragwürdig /waghalsig sind.

Ich denke, dass wir uns im Sinne der AUFRICHTIGKEIT darauf einigen sollten, von einer Theorie zu sprechen, für die es gewisse Anhaltspunkte gibt, aber weit davon entfernt eine bewiesene Tatsche zu sein.

Dieselben Leute, die so vollmundig oft von einer „bewiesenen Tatsache“ sprechen, verlangen von Christen BEWEISE für die Existenz Gottes und wollen persönliche Zeugnisse wegen „Subjektivität“ nicht gelten lassen.

Meine amerikanischen „Freunde“ würden dies „double standard“ nennen. Auf Deutsch würde man wohl von „Mit zweierlei Maß messen“ sprechen. Denn selber hat man bestenfalls second- und thirdhand -Indizien für eine spekulative Evolution, verlangt aber von Christen BEWEISE

Was wir Christen lediglich anbieten können, ist ebenfalls ein „NETZWERK von INDIZIEN, der einem BEWEIS schon recht nahekommt. Christliche Zeugnisse sind INDIZIEN (=mehr als eine Behauptung, weniger als ein Beweis), besonders dann, wenn Ross und Reiter genannt werden, und sie also nachprüfbar und recherchierbar sind. Hier ein Beispiel eines kleinen Indizes:  Raus aus dem Rollstuhl …

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Die Bedeutung von persönlichen Erfahrungen im christlichen Glauben

 

Wir leben in einem Land, in dem der christliche Glaube zunehmend abzunehmen scheint. Die Vorstellung, dass ein unsichtbarer Gott die Geschicke der Menschen lenkt, erscheint vielen als unglaubwürdig oder sogar als absurd.

Die Gründe für diesen Niedergang sind vielfältig. Aber sicher spielen da die Naturwissenschaften eine nicht unerhebliche Rolle, die die Welt ohne die Notwendigkeit eines Schöpfers zu erklären versuchen. Den Menschen als ein Produkt aus Zufall und Evolution darstellen und den Glauben als eine Hirnfunktion ohne tatsächliche Evidenz im Äußeren betrachten.

Tatsächlich erlebe häufig in Diskussionen mit durchaus gebildeten Menschen, dass Gläubige als Wahnsinnige bezeichnet werden, die eigentlich in die Psychiatrie gehören. Sicher eine gezielte Provokation, die aber doch zeigt, wie sicher man sich heutzutage als Atheist im Mainstream wähnt.

Und leider ist es auch so, dass Christen hier oft nicht die richtige Antwort finden. Entweder fundamental-biblisch reagieren oder aber wissenschaftlich gegenzuhalten versuchen. Beides – meiner Ansicht nach – nur sehr begrenzt Zielführend. Nein, als Christen haben wir eine Kern-Kompetenz, ein Pfund mit dem wir wuchern sollten:

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Unsere Erfahrungen mit Gott unterteilen sich a) in besondere Schlüsselerlebnisse und b) viele kleine und größere Erlebnisse, die wir mit Jesus und Gott in Verbindung bringen.

Da ich ein Freund des guten Beispiels bin, also meine Behauptungen gerne mit anschaulichen Beispielen untermauere, möchte ich das auch hier nicht unterlassen. Und was liegt näher als mit einem eigenen Schlüsselerlebnis zu beginnen: Die fünf Wolken

Wohlgemerkt, dieses Erlebnis ist nicht das (alleinige) Ereignis, auf den ich meinen Glauben begründe. Aber es hat ihn ernorm gefestigt. So wie noch ein paar andere Schlüsselerlebnisse, die ich aber hier im Hintergrund belasse. Stattdessen vielleicht noch ein Schlüsselerlebnis eines anderen Christen ( mit Name und Foto): Tischtennis spielen – für mich ein Wunder Gottes

Ich halte solche Schlüsselerlebnisse für äußerst wichtig, a) zur Stärkung des eigenen Glaubens und b) als Ermutigung für Nicht-Gläubige. Aber wenn es nur das wäre, wäre es dennoch vielleicht zu wenig. Mein Glaube – und der anderer Christen –  basiert auf der Summe aller unserer Erfahrungen. Die unzähligen kleinen und großen Fügungen, Führungen, Hilfen, Treue-Beweise unseres Gottes sind es, die unserem Glauben letztendlich Festigkeit und Gewißheit geben.

An dieser Stelle vielleicht ein kleiner Buchtipp: Die glücklichsten Menschen auf Erden Es ist eine faszinierende Autobiografie eines Mannes, der wirklich sehr außergewöhnliche Gotteserfahrungen gemacht hat, aber auch Alltägliches nicht außen vor lässt. Wer über meine eigenen Gotteserfahrungen mehr erfahren möchte: Meine Homepage

Bleibt mir jetzt am Ende dieses Artikels nur noch darauf hinzuweisen, dass wir Christen uns – wie wir glauben – berechtigte Hoffnungen auch über unser irdisches Leben hinaus machen:

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Das abgrundtiefe Böse – ein indirekter Gottesbeweis?

Ich weiß, dass Gott existieren muss, denn ich habe in Ruanda dem Teufel die Hand geschüttelt  (Romeo Dallaire)

Der kanadische General Romeo Dallaire erlebte 1994 in Ruanda im Bürgerkrieg zwischen den Hutu und den Tutsi unvorstellbare Gräueltaten, die er 2003 in dem Buch „Shake hands with the Devil“ veröffentlichte. Es ist auch eine Anklageschrift wegen unterlassener Hilfeleistung. Aber das ist nicht mein Thema.

Während in Deutschland nach dem Genozid im Dritten Reich von Philosophen die Nichtexistenz Gottes geschlussfolgert wurde („Nach Auschwitz ist der Glaube an Gott undenkbar“), – ein gütiger Gott kann so etwas nicht zulassen – zieht der kanadische General einen ganz anderen Schluss. Das Erlebte ist für ihn der Beweis der Wirksamkeit dämonischer Mächte. Anders kann er sich dieses Grauen nicht  erkären.

Und in der Tat, wenn man genauer hinschaut, kann man beispielsweise die dämonisch-okkulten Verstrickungen des Hitlerregimes kaum übersehen. Und wie wollte man die bestialischen Manson-Morde mit rein menschlicher Grausamkeit erklären?

Aber da sich das brutal Böse nicht flächendeckend und dauerhaft  durchsetzen kann, sondern nur regional und temporär zum Zuge kommt, muss man von etwas Gutem ausgehen, was stärker ist. Gerade das erkennbar dämonisch Böse in der Welt ist – wie Dallaire recht logisch folgert – ein (indirekter )Beweis der Exitenz Gottes. Denn ansonsten ginge es überall und dauerhaft so zu wie in Ruanda, hätten wir hier wirklich die Hölle auf Erden.

Persönlich kann ich diesen Gedankengang sehr gut nachvollziehen, weil ich selber 1985 – im Spiritismus – dem Bösen sehr nahe gekommen bin. Und es ohne jeden Zweifel personal- übernatürlichen Ursprungs war. Und ich in der Folge auch die rettende Gnade Gottes erlebt habe (hier anclicken)

Aber natürlich bleibt die Frage, wieso Gott denn überhaupt das Böse – wenn auch eingeschränkt – wirksam sein lässt. Er den Teufel und seine Dämonen nicht einfach vernichtet  oder in die tiefsten Tiefen verbannt, wo sie keinen Schaden anrichten können.

Natürlich gibt es auch dafür theologische Theorien und Spekulationen, aber letztendlich bleibt es ein Geheimnis. Erst am Weltende soll dann mit dem Bösen endgültig Schluss sein:

Und wenn die tausend Jahre vollendet sind, wird der Satan aus seinem Gefängnis losgelassen werdenund wird hinausgehen, die Nationen zu verführen, die an den vier Ecken der Erde sind, den Gog und den Magog, um sie zum Krieg zu versammeln; deren Zahl ist wie der Sand des Meeres.

Und sie zogen herauf auf die Breite der Erde und umzingelten das Heerlager der Heiligen und die geliebte Stadt; und Feuer kam aus dem Himmel herab und verschlang sie. Und der Teufel, der sie verführte, wurde in den Feuer- und Schwefelsee geworfen, wo sowohl das Tier als auch der falsche Prophet sind; und sie werden Tag und Nacht gepeinigt werden von Ewigkeit zu Ewigkeit. (Offenbarung 20)

Bis dahin wird die Menschheit wohl weiter sein unheilvolles Wirken in dieser Welt ertragen müssen. Wohl dem, der sich in Gott geborgen weiß – für Zeit und Ewigkeit

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Wie bewiesen ist die Richtigkeit des christlichen Glaubens?

Was behauptet wird, muss auch bewiesen werden ( alte Prozessregel)

Für die Richtigkeit des christlichen Glaubens gibt es keine klaren empirischen Belege ( Bertrand Russell)

Ich stimme vollkommen damit überein, dass Christen – in gewisser Weise – in einer Beweispflicht sind was die Richtigkeit ihres Glaubens angeht. Aber natürlich sollte auch klar sein, dass es sich hier nicht um eine Beweisführung im wissenschaftlichen Sinne handeln kann. Sondern eher um eine Art Plädoyer in einem Wahrheitsfindungs-Prozess, was aus Indizien, Argumenten und logischen Folgerungen besteht.

Was also haben Christen also für Indizien und Argumente ins Feld zu führen, die ihren Glauben „beweisen“ könnten?

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Wie  schon  Goethe schrieb: „Das Wunder ist des Glaubens liebstes Kind!“ Und dies sollte auch jedem einleuchten. Welch ein stärkeres Zeichen als ein Wunder sollte es für die Existenz des biblischen Gottes geben? Es sei denn, ER würde sich persönlich aller Welt sichtbar zeigen. Wovon allerdings wohl nicht auszugehen ist.

Es gibt jene Wunderberichte aus dem christlichen Bereich zuhauf. Beispielsweise: (hier anclicken) Zu viele, um sie alle als Fakes oder Einbildungen abtun zu können. Sie sind klare Hinweise auf die Existenz des christlich -biblischen Gottes.

Gerne wird da von atheistischer Seite gekontert, dass diese Wunder ja auch in anderen Religionen oder  spirituellen Weltanschaungen vorkämen. Und tatsächlich ist das nicht ganz von der Hand zu weisen. Aber was sollte man daraus folgern: Das es den biblischen Gott gar nicht gibt? Es eine einzige höhere Macht gibt, die in allen Religionen gleichermaßen wirksam ist?

Dies wäre zwar eine denkbare Erklärung, aber der eigentliche Grund könnte auch sein: Es gibt verschiedene Götter …. Erinnern wir uns an das erste Gebot:

„Ich bin der HERR, dein Gott, du sollst keine anderen Götter neben mir haben!“ (2. Mose 20)

Die Bibel stellt also nicht die Existenz anderer „Götter“ in Frage, von denen Wunderwirkungen ausgehen. Sie rät aber eindringlich sich von „ihnen“ fernzuhalten und sich dem wahren Gott zuzuwenden. Bei genaueren Bibel- Exegese entpuppen sich jene anderen Götter übrigens als dämonische Fürsten, Untergebene Satans.

Gut, wir haben also Wunderwirkungen, die auf den biblischen Gott hinweisen und die Behauptung, dass es auch noch andere (dämonische) Götter gibt, von denen Wunderwirkungen ausgehen. Gibt es dafür Belege? Ja, die gibt es zuhauf … ich möchte mich allerdings auf ein einziges, sehr anschauliches Beispiel beschränken: Die erschreckende Verwandung des Orakelpriesters (anclicken) + Ein Erklärungsversuch Ergänzend biete ich ein Interview mit eben jenem Orakelpriester an: Die Berufungsgeschichte des Orakelpriesters (anclicken)

All dies weist schon recht schlüssig auf die Richtigkeit des christlichen Glaubens hin, ist aber natürlich zu dünn, um von einem wirklichen Indizienbeweis  sprechen zu können. Dies ist mir natürlich auch klar … aber es reicht sicherlich aus, um die Sache mit dem christlichen Glauben etwas ernster nehmen zu sollen, als man es vielleicht bislang getan hat.

Zum Abschluss diese kleinen Artikels möchte ich – wie immer- darauf hinweisen, dass ich 1985 eine dramatische Bekehrung zum christlichen Glauben erlebt habe: Auf einen Felsen gestellt (anclicken)

Und ich auch nach 32 Jahren – und unzähligen kleinen und großen Erfahrungen –  im christlichen Glauben noch überzeugt bin, damals die beste Entscheidung meines Lebens getroffen zu haben

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Gibt es einen direkten, mystischen Zugang zu Gott?

Die in der Überschrift gestellte Frage ist von außerordentlicher Wichtigkeit. Weil in verschiedenen Religionen die Behauptung aufgestellt wird, das dies möglich sei. Und es auch so darstellen, als ob dies ein erstrebenswertes Ziel sei.

Von Buddha über die heilige Teresa von Avila bis zu den Sufi-Mystikern und meiner eigenen Meisterin haben so viele große Seelen im Laufe der Jahrhunderte wortreich zu erklären versucht, wie es sich anfühlt mit dem Göttlichen eins zu werden – doch nie haben diese Schilderungen zufrieden gestellt. Häufig wird auf das ärgerliche Adjektiv unbeschreiblich zurückgegriffen. (Elisabeth Gilbert)

E. Gilbert brachte vier Monate in einem indischen Ashram zu und hat ihre dortigen Erfahrungen sehr anschaulich und glaubhaft in einem Buch verarbeitet. Es besteht also kein Grund ihren Ausführungen keinen Glauben zu schenken.

So berichtet sie davon eines Tages -völlig unerwartet- so eine außerordentliche mystische Erfahrung gemacht zu haben:

An einem Donnerstagnachmittag , als ich im rückwärtigen Tempelteil sitze, werde ich plötzlich durch das Portal des Universums getragen und auf der Hand Gottes abgesetzt. Ich verließ meinen Körper, verließ den Raum, ich schritt durch die Zeit und trat in die Leere ein…. ich wurde ein Teil von Gott, so wie ein Tropfen ein Teil des Ozeans ist. …. Mein Gefühl hatte nichts mit Halluzinationen zu tun. … Es war die tiefste Liebe, die ich jemals erlebt hatte und die alles überstieg, was ich mir vorher hätte vorstellen können, aber es war nicht euphorisch. Nicht erregend! …. Es war … vollkommene Seligkeit!

Den Zustand, den sie zu beschreiben versucht, ist in der Tat von anderen Mystikern -egal welchen Glaubens – ähnlich beschrieben worden. So dass man von einem außergewöhnlichen spirituellem Erlebnis ausgehen sollte. Aber war es wirklich eine mystische Vereinigung mit Gott? Dem Urgrund allen Seins?

Ehrlich gesagt möchte ich das bezweifeln. Denn solch ein direkter Zugang würde – jedenfalls nach meiner Auffassung –  im krassen Widerspruch zu einer Aussage Jesu stehen:

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Diese radikale Aussage schließt alle anderen Optionen aus. Gemäß des Neuen  Testaments hat Gott sich ein für allemal festgelegt nur über Jesus erreich- und oder erfahrbar sein zu wollen. Ein harter Schlag ins Gesicht für alle es gutmeinenden Gottsucher?

Dies könnte man natürlich so empfinden, oder einfach auch bezweifeln, dass die Bibel in dem Punkte Recht hat. Ist der Gott der Bibel – für das Empfinden vieler – nicht eh zu hart und unbarmherzig? Und wird jene glücksspendende, mystische Gotteserfahrung dem eigenen Wunschbilde eines gütigen, liebenden Gottes nicht viel eher gerecht?

Ehrlich gesagt kann ich mir nicht wirklich erklären, was da in jenen Momenten mystischer Vereinigung/Erleuchtungen eigentlich passiert. Aber ich möchte nicht ausschließen, dass es da um eine gefährliche Täuschung handelt, die von dem eigentlichen Weg zu Gott ablenkt: Die biblische Botschaft … (anclicken)

 

 

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Der unvoreingenommene Blick auf die Weltgeschichte

Legt man einmal die Bibel zugrunde, so regiert in  der  Weltgeschichte keineswegs – wie oft vermutet – einem blinden Zufall, sondern einer göttlichen Lenkung/Vorsehung. Eine Vorstellung, die dem mittelalterlichen Europäer sehr vertraut war. Aber dem heutigen, naturwissenschaftlich beeinflußten Menschen doch mehr als fragwürdig zu sein scheint.

Will man diese Frage einigermaßen zufriedenstellend beantworten, bleibt einem nichts Anderes übrig als sich recherchierend in die Weltgeschichte hineinzubegeben und nach entsprechenden Hinweisen Ausschau zu halten.

Aus hunderten von Diskussionen mit vornehmlich naturwissenschaftlich orientierten Menschen weiß ich, welche Einwände und Vorbehalte es gegen solch ein Ansinnen üblicherweise so gibt. Es herrscht ein grundsätzlicher Widerwille gegen die Vorstellung, dass irgendeine höhere Macht in unser Leben oder gar ins Weltgeschehen lenkend eingreifen könnte. Man wird da schnell mal als Spinner oder psychisch Gestörter bezeichnet.

Nun, ich bin nicht nachtragend und werde mich hier nicht zu  „rächen“ versuchen. Als gläubiger Christ habe ich natürlich bestimmte Sicht auf das Thema. Bin überzeugt davon, dass es solche Hinweise auf eine höhere Lenkung tatsächlich gibt. Aber dies auch mit guten, nachvollziehbaren Beispielen und Argumenten untermauert werden muss. Auch durchaus mal – im Sinne eines Bemühens um Redlichkeit – ein gutes Gegenargument erwähnt werden sollte.

In diesem Sinne sollte man sich, ob nun gläubig oder Naturalist, um einen unvoreingenommenen Blick auf die Weltgeschichte bemühen. Nur so wird man der Wirklichkeit näher kommen.

 

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Denken ist gut, Vertrauen ist besser!

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Wer wollte bestreiten, dass das Denken ein wesentlicher Bestandteil menschlichen Lebens ist? Es ist eine Fähigkeit, die zu falschen, richtigen, vorläufigen oder gar keinen Ergebnissen führen kann.

Wage dich deines Verstandes zu bedienen … und vertraue deiner Urteilskraft“, schrieb Immanuel Kant und dies scheint zum Credo des modernen, aufgeklärten Menschen von heute geworden zu sein. Mittels seines Verstandes versucht er das Chaos, welches ihn umgibt, in eine fassbare und Halt gebende Ordnung umzuwandeln.

So weit, so gut! Aber reicht das? Ist das wirklich der Weg um des (Welt-) Rätsels Lösung oder den Sinn des Lebens zu finden? Wohl kaum! Wer sich gedanklich mal mit dem Thema Unendlichkeit beschäftigt hat, weiß wie schnell unser Verstand da an sein Ende gelangt.

Dies ist nur eines von vielen Beispielen, wo die Begrenztheit unseres Denkens offenkundig wird. Und je weiter wir mit unserem Denken vordringen, umso verständlicher wird uns das sokratische „Ich weiß, dass ich nichts weiß!“

Des Welträtsels Lösung scheint in immer größere Ferne zu rücken, je mehr wir uns ihr zu nähern versuchen. Jede gelöste Frage wirft ungezählte neue Fragen auf!

Natürlich gibt es die Optimisten, die auf das schon Erreichte verweisen und darauf verweisen, dass das bislang noch nicht Erklärbare eines Tages aufgeklärt werden wird. Man eines Tages die Welt wissenschaftlich vollkommen erklären können wird. Aber ist das wirklich realistisch? Ist das Erkennbare nicht doch eher jener berühmte Tropfen des Ozeans, der für den Ozean gehalten wird? Sollte man wirklich jede Hoffnung fahren lassen des Welträtsels Lösung zu finden?

Spr 3,5-6 Vertraue auf den HERRN von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand; erkenne ihn auf allen deinen Wegen, so wird er deine Pfade ebnen.

Wie bitte? Wie soll ich Jemanden vertrauen, von dessen Existenz ich noch nicht einmal überzeugt bin? mag sich jetzt mancher fragen. Und diese Frage ist natürlich berechtigt.

Als ich 1985 in eine schwere Lebenskrise geriet, wurde ich plötzlich an den längst vergessenen Gott meiner Kindheit erinnert. Durch seltsame Zufälle gesteuert fühlte ich mich plötzlich aufgefordert mein Leben – ohne Wenn und Aber – in die Hände Gottes zu legen.

Viel Zeit zum Nachdenken blieb mir nicht und ich entschied – sozusagen aus dem Bauch heraus – Vertrauen zu wagen. Ich bekehrte mich zum christlichen Glauben, legte mein Leben – ohne Wenn und Aber – in Gottes Hände.

Seitdem sind 32 Jahre vergangen. Eine ausreichende Zeitspanne um eine belastbare Aussage treffen zu können. Und die lautet in meinem Fall: „Ich habe damals die beste Entscheidung meines Lebens getroffen!“

Mein Vertrauen, welches ich damals in einen vermuteten oder geahnten Gott gesetzt habe, ist nicht enttäuscht worden. Sondern ist durch unzählige kleine und viele große Erfahrungen belohnt worden. So dass für mich heute feststeht: Ich habe des Rätsels Lösung (anclicken) gefunden!

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Von „Realisten“ und Supra-Naturalisten

„Du wirst geboren, lebst eine Weile und stirbst zuletzt. Und das war´s dann“ ( Zitat eines unbekannten Naturalisten)

Es gibt eine größere Gruppierung von Menschen, die sich selber gerne als „Realisten“ bezeichnen. Für sie ist nur das real, was sich klar beobachten und wissenschaftlich-materialistisch erklären lässt. Alles darüber Hinausgehende ist für sie spekulativ oder Aberglaube.

Man sollte diese Art von „Realisten“ wohl treffender als Naturalisten bezeichnen. Sie deuten die Welt als ein großes natürliches Ganzes und darüber hinaus gibt es für sie nichts. Kein Gott, keine Wunder, nichts Übernatürliches!

Nun steht ja heutzutage jedermann frei die Welt nach eigenem Gusto zu betrachten. Aber es muss die Frage  natürlich erlaubt sein, ob dieser Naturalismus tatsächlich die Welt „realistisch“ deutet, oder eine supra-naturalistische Sichtweise nicht richtiger wäre.

Und in der Tat, als überzeugter Supra-Naturalist befremdet es mich in einem zunehmendem Maße, dass die zahlreichen deutlichen Hinweise auf etwas über die Natur Hinausgehendes von den Naturalisten nicht gesehen oder erkannt werden.

Nun haben jene Naturalisten oft einen sehr guten Bildungshintergrund. Es also eigentlich nicht an mangelnder Intelligenz scheitern sollte. Aber was ist es dann, was sie das Offensichtliche nicht sehen/erkennen lässt?

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Johanna von Orleans – ein Werkzeug Gottes?

 

Johanna von Orleans (1412 -1431) war eine der schillendsten Figuren der Weltgeschichte. Ein französisches Bauernmädchen, was plötzlich aus dem Nichts auftauchte und innerhalb kürzester Zeit der Gang der europäischen Geschichte veränderte.

Sie selber – und später alle Franzosen – sah sich als ein Werkzeug der Vorsehung. Ihre englischen Widersacher sahen in ihr eine Botin des Teufels. Wieder Andere sehen in ihr heute eine begabte, neurotisch-selbstbewusste Jugendliche, der der Zufall in äußerst begünstigender Weise zu Hilfe gekommen ist.

Was aber nun ist die richtige Sichtweise? Um dies beurteilen zu können, sollten wir uns ihr Leben mal etwas genauer anschauen! 

Ihre Kindheit

Wie alles begann

Aufbruch und eine alte Prophezeiung

Das Mädchen und der verkleidete König

Göttliche Zeichen?

Die vorhergesagte Verwundung

Johanna (8): Ihr glücklichster Tag!

Johanna (9): Das zerbrochene Schwert

 Gefangennahme, Prozess und Hinrichtung

 


 

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Der Blick durchs Schlüsselloch: Erweckung in China (und anderswo)

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Die Gläubigen, die zerstreut worden waren, zogen umher und verkündeten das Wort. Philippus aber kam in die Hauptstadt Samariens hinab und verkündigte dort Christus.

Und die Menge achtete einmütig auf die Worte des Philippus; sie hörten zu und sahen die Wunder, die er tat. Denn aus vielen Besessenen fuhren unter lautem Geschrei die unreinen Geister aus; auch viele Lahme und Krüppel wurden geheilt.

So herrschte große Freude in jener Stadt. (Apostelgeschichte 8)

Das achte Kapitel der Apostelgeschichte ist der Bericht einer großen Erweckung in Samaria. Viele Menschen – offensichtlich innerlich stark berührt durch die vielen Zeichen und Wunder – bekehrten sich zum christlichen Glauben und ließen sich taufen.

„Ja, klar“, mag jetzt mancher denken, „wenn ich so etwas erleben würde, würde ich mich auch bekehren. Aber solche Dinge geschehen ja heutzutage nicht mehr!“

Das ist so aber nicht ganz richtig … es gibt auch heutzutage noch solche Erweckungen, beispielsweise derzeit in China. Man spricht von über deutlich mehr als 100 Millionen Christen im ganzen Land. Allein in den letzten Jahren sind 40 Millionen Menschen gläubig geworden. Und gleichzeitig  wird von zahlreichen großen Zeichen und Wundern berichtet, wie seinerzeit in Samarien:  Zeichen und Wunder in China

Sogar zahlreiche Totenerweckungen soll es gegeben haben:

Zahlreiche glaubhafte Berichte von Totenauferweckungen kursieren.  Aus einem der östlichen Landesteile wird berichtet, dass ein Christ zu Tode geprügelt wurde.  Aus Furcht, die anderen Gläubigen könnten über ihm beten und ihn vom Tod auferwecken, ließen die Behörden den Leichnam verbrennen.

Kurzum, in China und anderen Teilen der Welt geschehen dramatische Dinge, von denen der normale Mitteleuropäer wenig bis gar nichts mitbekommt.  Dieser Text hier versteht sich als ein ganz kurzer Blick durch´s Schlüsselloch hinter die chinesische Mauer: 

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Therese von Konnersreuth – eine göttliche Mystikerin?

Therese Neumann

* 9. April 1898 in Konnersreuth in Bayern
† 18. September 1962 daselbst

Therese, ältestes von elf Kindern eines Schneiders, wurde in der Nacht zum Karfreitag geboren. Im Alter von 14 Jahren kam sie als Magd auf einen Bauernhof im Ort, dort erlebte sie 1918 einen großen Brand, der sie körperlich und seelisch erschütterte. In den folgenden Monaten erblindete sie, Lähmungserscheinungen traten auf; aber 1923, am Tag der Seligsprechung von Theresia von Lisieux, konnte sie plötzlich wieder sehen und 1925, am Tag der Heiligsprechung von Theresia, wieder gehen, schließlich im selben Jahr am Todestag Theresias konnte sie sich wieder ohne jede Beeinträchtigung bewegen.

Es gibt meines Wissens keinen Zweifel an dieser biografischen Darstellung. Sie stellt Wunderheilungen – mit Bezug auf die  christliche Mystikerin Theresia von Liseux – in den Raum. Persönlich sehe ich keinen Anlass dieser Darstellung und Deutung zu widersprechen.

Therese nahm nun nur noch flüssige Nahrung auf. Während der Fastenzeit 1926 stellte sich eine erste Stigmawunde in der Herzgegend ein, an Karfreitag erschienen an ihr die Fuß- und Handwundmale. Ab Weihnachten 1926 lebte sie völlig ohne Nahrung, nur vom täglichen Empfang der Hostie. …

gut 35 Jahre lang hat sie nach dem Zeugnis vieler Menschen außer der Eucharistie keine Nahrung zu sich genommen.

Als normal denkender Mensch ist man geneigt, so etwas für eine Unmöglichkeit zu erachten. Fakt aber ist, dass ihr trotz eingehender Untersuchungen und Beobachtungen nie ein Schwindel nachgewiesen werden konnte. Ich neige dazu, es für wahr zu halten. Es gibt ja auch erstaunliche Phänomene bei indischen Gurus.

1927 zeigten sich an einem Freitag erstmals auch die Dornenkrone-Stigmata, die immer künftig freitags bluteten, wenn sie das Leiden Christi schaute. In tiefer religiöser Entrückung blutete sie immer wieder aus Augen, Händen und einer Wunde an ihrer Seite.

Foto von Ferdinand Neumann: Therese in Ekstase. In: Johannes Steiner: Visionen der Therese Neumann, München und Zürich 1973

Fast 700 Mal erlebte sie in Ekstase das Leiden und Sterben Jesu Christi mit; jeweils am Karfreitag fiel sie in einen todesähnlichen Schlaf, aus dem sie erst am Ostermorgen erwachte.

Das Ganze geschah nicht etwa im stillen Winkel, sondern vor großem Publikum. Unter Anderem berichtet der indische Yogi Yogananda in aller Ausführlichkeit über eine solche Session, die er selber mitgemacht hat. Nur nebenbei bemerkt … das aufgetretene  Blut ist nachweislich Thereses gewesen.   Und sie hat in Ekstasen oftmals perfekt Aramäisch gesprochen, was sicher nicht ihrem Bildungsstand entsprach.

Was soll man nun von all dem halten? 

Ich erkannte sofort, dass Gott ihr diese ungewöhnliche Aufgabe übertragen hatte, um alle Christen von der geschichtlichen Tatsache der Kreuzigung Jesu, so wie sie im Neuen Testament steht, zu überzeugen (Yogananda)

Ich bin mir da ehrlich gesagt nicht so sicher. Zwar glaube ich an die Echheit der geschilderten Phänomene, aber bei deren Deutung fühle ich mich doch etwas überfordert. Ist das wirklich ein Wirken Gottes? Ein extremer Seelenzustand oder vielleicht sogar dämonisch gewirkt?

Wir stoßen hier an eines der Rätsel, die uns staunen und auch ein wenig erschauern lassen, … und wo sich ein vorschnelles Urteil verbietet. Aber uns auch einmal mehr auf das bekannte Shakespeare-zitat verweist: „Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als uns die Schulweisheit uns Glauben machen will“

 

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Gibt es den Himmel wirklich?

 

An den Himmel (heaven) kann man glauben oder aber auch nicht. Aber was ist, wenn jemand ein Buch schreibt und erzählt, er sei schon dort gewesen? Genau dies hat Don Piper,ein amerikanischer Pastor,  getan. Er schrieb ein weithin bekanntes Buch mit dem Titel: „90 Minuten im Himmel“, was inzwischen auch schon verfilmt worden ist.

Ich habe dies in einigen kurzen Artikeln wiederzugeben und abschließend zu bewerten versucht:

Prolog

Ende einer Dienstfahrt

Ein himmlisches Empfangskomitee

Das perlenverzierte Tor

Eine persönliche Einschätzung

Wäre es nicht schön, wenn wir uns später einmal im Himmel begegnen würden?

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Eine späte Umkehr

Ich hatte einige schöne Sommertage in Königswinter am Rhein zugebracht. Nun hatte ein Blick in meine Urlaubskasse mich davon überzeugt, dass es Zeit für die Heimreise war. Ich hatte den Schlüssel meines kleinen Pensionszimmers abgegeben, mein Gepäck aufs Fahrrad geladen und ging nun zum letzten mal die kleine Gasse mit dem Namen Hauptstrasse entlang.

Ich wußte den Drachenfels in meinem Rücken, aber ich drehte mich nicht noch einmal um. Ich ahnte jetzt schon wie ich den Blick auf diesen mystischen Berg vermissen würde, der mir in den zurückliegenden Tagen so vertraut geworden war.

Auch mied ich den Gedanken an die Rheinfähre, die ich jeden Morgen benutzt hatte um auf die andere Rheinseite nach Bad Godesberg zu gelangen. Dort liefen in der Stadthalle immer noch die Europäischen Go-Meisterschaften, die ich tagsüber besucht hatte. Eigentlich wäre ich gerne noch etwas länger geblieben, aber wie gesagt: Die Urlaubskasse

Gegen 14 Uhr hatte ich Köln erreicht, wo ich eigentlich eine Übernachtung eingeplant hatte. Aber irgendwie war ich in einer schlechten Stimmung. Nach den ruhigen stillen Tagen im beschaulichen Königswinter ging mir der Lärm und die hektische Betriebsamkeit der Rheinmetropole ziemlich auf die Nerven. Und so entschied ich nach Düsseldorf, meiner Heimatstadt, weiterzufahren.

In Köln-Mülheim überlegte ich kurz noch einmal, ob ich nicht vielleicht doch besser in Köln bleiben sollte. Ich fühlte mich nicht gut und der Weg noch weit. Aber ich hatte es mir nun einmal in den Kopf gesetzt und so setzte ich die Fahrt vor. Von nun an war ich total auf Düsseldorf fixiert.

Etwa gegen 17 Uhr hatte ich Monheim erreicht. Düsseldorf war nun schon in ereichbarer Nähe. Noch einmal 20 Kilometer und dann würde ich zuhause sein. Aus irgendeinem Grunde dachte ich plötzlich: Ach komm, schau dir doch mal Monheim an. Die mittelalterlich wirkende Rheinmauer sah jedenfalls recht vielversprechend aus.

Ich hatte gerade das Stadtzentrum erreicht, als auf einmal neben mir ein Handy klingelte. Ein junger Mann hatte es auch direkt am Ohr und ich hörte ihn sagen. „Ja, ich bin gerade in Monheim. Aber ich fahre gleich nach Köln zurück!“

Der Satz traf ungefiltert mein Innerstes. Augenblicklich wußte ich, dass dies eine Botschaft für mich war. Geschockt stellte ich mein Fahrrad ab und begann nachzudenken: Das kann doch wohl jetzt nicht wahr sein. Ich habe etwa 80 Kilometer in den Knochen. Und jetzt soll ich zurück nach Köln? Ich bin fix und fertig!

Aber ich wußte, dass dies ein Reden Gottes gewesen war und es besser war darauf auch zu hören und sich nicht darüber hinwegzusetzen. Stinksauer wendete ich mein Rad und fuhr Richtung Köln zurück.

Obwohl sich meine Wut noch eine ganze Weile hielt, setzte recht schnell das gute Gefühl der Richtigkeit ein. Und plötzlich begriff ich, dass meine vorherige schlechte Laune ein Gutteil schlechtes Gewissen gewesen war. Ich hatte die ganze Zeit gegen mein inneres Gefühl gehandelt.

Als ich am frühen Abend Köln erreichte, war ich erleichtert. Ich mietete mir ein Zimmer in einem Backpacker-Hostel und machte noch einen Abendspaziergang. Als ich gerade über die Domplatte ging, hörte ich einen jungen Mann zu seiner Freundin sagen: „Nach Bad Godesberg fährt eine S-Bahn. Die werde ich morgen nehmen!“

Wiederum geschockt blieb ich stehen. Eine neue Botschaft für mich? Sollte ich jetzt auch noch nach Bad Godesberg zurück? Ist am Ende vielleicht meine ganze Abreise verfrüht gewesen? fragte ich mich niedergeschlagen.

Tatsächlich fuhr ich am nächsten Tag noch einmal – mit der Bahn – nach Bad Godesberg zurück und verbrachte dort den ganzen Tag auf dem Go-Turnier. Es wurde ein richtig schöner Tag, und als ich mich am Abend von allen Bekannten verabschiedet hatte und am Godesberger Bahnsteig auf meinen Zug wartete, spürte ich innerlich, dass jetzt alles rund war. Die Sache nun wirklich abgeschlossen war.

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Mein ent-thronter Verstand

Verlaß dich auf den HERRN von ganzem Herzen und verlaß dich nicht auf deinen Verstand; sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen. (Sprüche 3, 5+6)

Vor meiner Bekehrung zum christlichen Glauben (1985) habe ich in Sachen der eigenen Lebensgestaltung weitgehend auf meinen Verstand verlassen. Er saß auf dem Thron und regierte mich – allerdings mehr schlecht als recht.  Ich war mit seiner Herrschaft und den Ergebnissen nicht sonderlich zufrieden.

Und überhaupt erschien mir das ganze Leben als recht rätselhaft! Was für einen Sinn machte es überhaupt? König Verstand war nicht in der Lage mir diese Frage zufriedenstellend zu beantworten.

Meine Bekehrung zum christlichen Glauben verlief äußerst dramatisch ( hier anclicken) und hat mich selber, – aber auch alle die mich kannten -, sehr überrascht. Ich hätte niemals gedacht, dass im christlichen Glauben die Antwort – des Rätsels Lösung – bestehen würde. Aber es stand nach den dramatischen Erlebnissen jener Tage völlig außer Zweifel. Ich hatte wirklich zu Gott gefunden, dessen Existenz ich zuvor höchstens vage geahnt hatte.

Fortan war es für mich dann auch vollkommen klar, dass ich mein Vertrauen in der Zukunft auch in den gefundenen Gott setzen wollte. Mein Verstand, der bislang auf dem Thron gesessen hatte, räumte mehr als bereitwillig den Thron mit dem erleichterten Kommentar: „Hatte eh keinen Bock mehr auf diesen Job. Ich will jetzt dem neuen König dienen!“ Jesus nickte zustimmend und nahm den leergewordenen Platz ein.

Und was soll ich sagen … ich bin die letzten 30 Jahre einen guten Weg geführt worden und mit dem Denken hat es auch besser geklappt. Ich kann einen solchen Thronwechsel nur jedem, der ihn noch nicht vollzogen hat, empfehlen.

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Der Mensch denkt … Gott lenkt!

Mit Vernunft (als philosophischem Fachbegriff) wird die Fähigkeit des menschlichen Geistes bezeichnet, universelle Zusammenhänge in der Welt und ihre Bedeutung zu erkennen und danach zu handeln – insbesondere auch im Hinblick auf die eigene Lebenssituation

Ich finde diese Definition ehrlich gesagt gar nicht so schlecht. Allerdings vermute ich mal, dass sich die meisten Menschen sich für vernünftig halten. Aber sind sie es auch wirklich, oder vielleicht nur teil- oder zeitweise? Wieviel Irrtum und Blindheit existiert beim Erfassen von „Weltzusammenhängen“ und deren „Deutung“? Ich könnte Romane darüber schreiben, ohne auch für mich selber Irrtümer und Blindheiten ausschließen zu können.

Aber ich möchte jetzt nicht im Theoretischen verbleiben. Daher mal ein kleine persönliche Anekdote als einen praktischen Untersuchungsgegenstand: Die geschenkten Handschuhe

Die Geschichte beginnt mit einer recht vernünftigen Handlung. Als Christ Gemeinschaft mit anderen Christen zu pflegen und auch an einer Andacht teilzunehmen, dürfte unstrittig als sinnvoll erscheinen. Aber was ist wenn man sich als Christ in einem grundsätzlichem Irrtum befinden würde? Würde man dann mit der Gemeinschaftspflege und Andacht nicht – im objektiven Sinne – sehr unvernünftig handeln, weil man sich nur weiter in den Irrtum hineinverstrickt?

Nun gut … als ich mich auf dem anschließenden Weg zur Uni für eine „Abkürzung“, erschien mir das als recht vernünftig. War aber ein Fehler/Irrtum, denn ich zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht erkennen konnte. So habe ich – subjektiv gesehen – nicht unvernünftig gehandelt.

Die eigentliche Unvernunft begann da, wo ich meinen Fehler zu begreifen begann, aber stur an dem einmal gefassten Entschluss festgehalten habe. Und sie wurde mit jedem Schritt grösser, da der Fehler immer offenbarer wurde.

Gut, bei manchen fällt der Groschen pfennigweise. Zum Glück habe ich zuletzt nicht auch noch versucht mit dem Kopf durch die Wand zu gelangen, sondern habe mir den Irrtum eingestanden und bin spät – aber noch nicht zu spät – umgekehrt. Am Ende hatte also doch noch die Vernunft gesiegt.

Aber ist  nun wirklich schon Alles? Nur  eine übliche „Versuch und Irrtum“ – Geschichte, wie sie jeder aus seinem eigenen Leben kennt? Nein, mitnichten!

In dieser Geschichte wird der große Zusammenhang zwischen menschlichem Tun und göttlichem Wirken/Lenken erkennbar. Ich habe hier eine wertvolle göttliche Lektion zum Thema „Umkehren“ erhalten.  Und ein paar nagelneue Handschuhe als Belohnung obendrauf. Glücklich der Mensch, dem so etwas (häufiger) zuteil wird und der es auch erkennt!

 

 

 

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Ufos – als ob wir es nicht immer schon „geahnt“ hätten!?

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Als ich vor ca. 11 Jahren ein paar Tage in einer kleinen Pension in Bad Oeynhausen wohnte, kam ich eines Nachmittags mit dem ca. 70-jährigen  Hauswirt etwas näher ins Gespräch. Gemeinsam auf einem Balkon stehend,  erzählte ich ihm von meinem christlichen Glauben und ein paar Dingen, die ich so erlebt hatte.
Er hatte ruhig zugehört und sagte dann: „Also ich habe auch mal etwas sehr Merkwürdiges erlebt!“ Er wies mit seinem Arm in eine bestimmte Richtung: „Dort hinten ist mal ein Ufo gelandet!“
In der Folge beschrieb er mir diesen Vorgang recht detailliert und authentisch – lebendig.
 
Ehrlich gesagt wusste ich nicht so recht, was ich davon halten sollte. Nichts im gesamten Verhalten des Mannes wies darauf hin, dass er ein „Verrückter“ oder „Spinner“ gewesen wäre. Ganz im Gegenteil wirkte er eher sachlich-vernünftig. Wie ein ganz normaler Mensch!
  Andererseits wollte ich so eine Geschichte auch nicht einfach so ohne Weiteres glauben. So ließ ich die Sache für mich halt erst einmal offen.
 
In den folgenden Jahren hörte ich dies und jenes zu diesemThema, und mich beschlich so etwas wie eine Ahnung, dass tatsächlich etwas an dieser Sache dran sein könnte.
  Heute dann sah ich einen Filmbericht und stieß anschließend auf folgenden Artikel:   Regierung bestätigt Ufo-Landung

Kurzum, ich gehe jetzt davon aus, dass es so etwas wie Ufos tatsächlich gibt, wie immer man dies nun auch deuten sollte

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Vom Erahnen des „Göttlichen“

Edel sei der Mensch,
Hilfreich und gut!
Denn das allein
Unterscheidet ihn
Von allen Wesen,
Die wir kennen.

Heil den unbekannten
Höhern Wesen,
Die wir ahnen!

( aus „Das Göttliche“ von Goethe)

Ich bin nicht ganz sicher, ob es nicht auch Edel- und Heldenmut unter Tieren geben kann. Aber darum geht es mir jetzt auch gar nicht so sehr. Sondern mein Schwerpunkt liegt auf das Erahnen (unbekannter) höherer Wesen.

Dieses Erahnen ist – meiner Ansicht nach – tief im Menschen verankert. Man spürt , wenn man durch aufklärerische (Ver-) Bildung sein intuitives Empfinden nicht komplett abgetötet hat, dass da etwas ist, auch wenn man es vielleicht nicht so klar fassen kann . Viele drücken es so aus: „Ich glaube an eine höhere Macht“

Und auch Shakespeare, ein anderer literarischer Gigant, scheint es ähnlich wie Goethe gesehen zu haben:

Es gibt mehr Ding’ im Himmel und auf Erden, als Eure Schulweisheit sich träumt, Horatio.

(Hamlet, 1. Akt, 5. Szene)

Aber bleibt uns nur dieses ahnungsvolle Empfinden, oder können wir mehr wissen?

Ich persönlich denke, dass es nicht in unserer Macht  steht, jene unbekannten höheren Wesen zu „enttarnen“. Aber aus meiner persönlichen Erfahrung heraus behaupte ich, dass „das Göttliche“ sich offenbaren kann und dies auch gelegentlich tut. Mal in großem Stile, manchmal aber auch in hilfreichen, kleineren Dingen. Wie in folgender, persönlich erlebten Anekdote:  Ein Anruf genügte

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These + Antithese = christlicher Glaube … eine wissenschaftliche Beweisführung!

Ich kann mir vorstellen, dass diese zugegeben etwas provokante Überschrift bei dem ein oder anderen (wissenschaftsorientierten Atheisten) etliche Alarmsignale ausgelöst hat. Frei nach dem Motto: „Was ist das denn jetzt wieder für ein Unsinn?“

Gut, es handelt sich hier um einen theologischen oder religionsphilosophischen Aufsatz! Genauer gesagt um das Gerüst einer wissenschaftlichen Beweisführung!

Kommen wir also zur These. Sie lautet wie folgt:

Es gibt den biblisch – christlichen Gott. Das Zeugnis der Bibel und unzählige Erfahrungsberichte/Zeugnisse sind ein sicherer und verlässlicher Beleg dafür

Kommen wir zur Antithese:

Es gibt keine Nachweisbarkeit von Göttern mit wissenschaftlicher Methodik. Im Übrigen weisen die Übel der Welt darauf hin, dass es keinen allmächtigen und gütigen Gott geben kann

Diesen Kampf zwischen These und Antithese ist in vielfältiger Weise in immer neuen Varianten durchgeführt worden. Jede Seite fühlt sich da im Recht, glaubt die besseren Argumente zu haben. Und natürlich wird dieses Duell auch nach diesem Aufsatz weitergehen. Wieso also habe ich in der Überschrift „= christlicher Glaube“ geschrieben?

1. Nun, weil aus meiner Sicht dieses Ergebnis logisch wäre. Denn die biblischen und anderweitigen Zeugnis sind mehr als überzeugend, dass es den christlichen Gott wirklich gibt. Das dies These also stimmt.( dies müsste weiterführend nun belegt werden, würde aber den Rahmen dieses Aufsatzes sprengen)

2. Aber man sollte auch die Antithese Ernst nehmen. Sie lässt berechtigten Raum für Zweifel,  auch niemals – zumindest auf Erden – vollständig aus dem Weg geräumt werden kann. Niemand wird die „Theodizee-Frage“ jemals restlos beantworten können. ( müsste natürlich tiefer ausgearbeitet werden, würde hier den Rahmen aber sprengen)

3. Aber reicht sie auch für einen Zweifel aus, so ist sie aber keineswegs eine Widerlegung der Gottes-Existenz. Zu übermächtig ist Macht des Faktischen, die Fülle der biblischen und anderweitigen Zeugnisse.

4. Christlicher Glaube ist ein Überzeugtsein von der Existenz Gottes (These) trotz der ungelösten  „Theodizeefrage“ aufgrund der vielen entsprechenden Zeugnisse und Erfahrungsberichte.

Natürlich wird nun kein eingefleischter Atheist aufgrund dieser Argumentation dem christlichen Glauben anheimfallen. Aber vielleicht reicht es aus ihn nachdenklich zu stimmen. Der Sache eine Chance zu geben und sich dem christlichen Gott zu öffnen!

Ja, und wieso dem christlichen Gott und nicht irgendeinem anderen Glauben? Würde  die Beweisführung nicht auch da funktionieren? Bis zu einem gewissen Grade schon, aber nicht so sehr, dass es diese Aussage Jesu widerlegen würde (aber das wäre jetzt ein neues Thema):

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Ist religiöser Glaube (per se) unvernünftig?

Während religiöse Überzeugungen vielfach als fraglos falsch oder zumindest stark begründungsbedürftig gelten, finden andere Weltanschauungen fraglosen öffentlichen Beifall, etwa die naturalistische These, dass die Naturwissenschaften den einzigen verlässlichen Zugang zur Wirklichkeit darstellen.

Dies ist besonders deshalb erstaunlich, weil es gegen diese These eigentlich … eine lange Tradition überzeugender philosophischer Gegenargumente gibt, die sich keineswegs aus religiösen Quellen speisen

In der Tat begegne ich in Diskussionen mit Atheisten immer wieder dieser naturalistischen These und es ist äußerst mühsam, diesen offensichtlichen Irrtum vor Augen zu führen. So seht hat sich dieser Glaube an die Richtigkeit dieser These verinnerlicht. und verbreitet.

Und im Zuge dieser falschen Grundüberzeugung wird auch immer wieder von der „Unvernünftigkeit“ religiöser Überzeugungen gesprochen:

Zuweilen wird nämlich eingewandt, dass religiöse Überzeugungen keinen wissenschaftlichen Begründungsansprüchen genügen und daher nicht vernünftiger Weise vertretbar wären. Diesen Einwand könnte man zientiistisch (wissenschafts-gläubig) nennen und er tritt in mehreren Varianten auf

Ja, genauso ist es, wie ich aus meinen mehrjährigen Diskussionen mit Atheisten immer wieder feststellen konnte. Und gerne werden „Wissenschaft und Vernunft“ in einem Atemzug genannt. Vernunft auf den Wissenschaften basiere … manche behaupten sogar, dass nur dass als vernünftig gelten könne, was auch wissenschaftlich begründbar sei.

Das ist aber z.B. deshalb schon unplausibel, weil wir gerade die fundamentalsten Überzeugungen unseres Alltagslebens und wichtigsten Entscheidungen unseres Lebens nicht auf wissenschaftliche  Begründungen zurückführen, aber sie sich dennoch nicht unvernünftig anfühlen

Soll heißen, auch der Atheist glaubt durchaus vernünftig zu denken und zu handeln, wenn es nicht wissenschaftsbasiert und – begründet ist. Will aber gleichzeitig diese Vernünftigkeit dem religiös Gläubigen absprechen, wegen fehlender wissenschaftlicher Begründung. Wird da nicht schon deutlich, wie hier mit zweierlei Mass gemessen wird?

So, und um nun den Text nicht zu lang werden zu lassen, komme ich zum Schluss. Und behaupte:

1. Es gibt durchaus andere Zugänge zur Wirklichkeit als die Naturwissenschaften

2. Ein religiöser Glaube kann durchaus begründet und vernünftig sein, auch wenn die wissenschaftliche Bestätigung fehlt

Zum Beispiel würde ich meinen eigenen (christlichen) Glauben u.a. mit dieser 30- jährigen Erfahrung begründen:

Meine Abenteuer und Leiden … (anclicken)

(Alle Zitate sind dem wissenschaftlichen Grundlagenbuch „Religionsphilosophie“ von Stefan Löffler entnommen)

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