Jenseits von Eden oder die Sehnsucht nach dauerhaftem Glück

Das Alte Testament (Bibel) beginnt mit der Erschaffung der Welt und des Menschen. Wir erfahren, dass Adam und Eva vollkommen glücklich an einem Ort lebten, den die Bibel „Paradies“ oder „Garten Eden“ nennt. Dann aber führte ein schwer wiegendes schuldhaftes Versagen zur Vertreibung aus jenem Garten Eden und zu einem mühseligen, sterblichen Leben jenseits von Eden. Und es führt kein Weg zurück: „Da wies ihn Gott der HERR aus dem Garten Eden, dass er die Erde bebaute, von der er genommen war. Und er trieb den Menschen hinaus und ließ lagern vor dem Garten Eden die Cherubim mit dem flammenden, blitzenden Schwert, zu bewachen den Weg zu dem Baum des Lebens.“ (1. Mose 3, 23+24)

Nun mag dem modernen, aufgeklärten Menschen von heute die Schöpfungsgeschichte als ein nettes „Märchen“ erscheinen, das im Widerspruch zu naturwissenschaftlich-evolutionären „Erkenntnissen“ steht. Gut, lassen wir mal das Thema Schöpfungsglaube versus Evolutionstheorie außen vor, aber eines ist wohl unleugbar: Im Menschen wohnt jene unstillbare Sehnsucht nach einem dauerhaftem Glückszustand an einem paradiesischem Ort. Und gleichzeitig spüren wir und machen die tägliche Erfahrung, dass ein „dauerhafter Glückszustand“ ein unerreichbares Ideal ist. Wir definitiv jenseits von Eden leben und den Weg zurück nicht kennen oder finden.

Unser Leben im „Jammertal“ hat uns bescheiden gemacht oder uns resignieren lassen. Man muss sich halt mit dem zufrieden geben, was man so vorfindet und versuchen, das Beste daraus zu machen. Und wenn dann das Ende kommt, dann war es das halt! Ein Pragmatismus, der sich nicht irgendwelchen schmerzlich-süßen Sehnsüchten oder Illusionen hingeben will, die sowieso nichts bringen.

Als Jesus zwischen zwei Schwerverbrechern am Kreuz hängt und sich einer der beiden an ihn wendet: »Denk an mich, Jesus, wenn du deine Herrschaft antrittst!« und der antwortete ihm: »Ich versichere dir, du wirst noch heute mit mir im Paradies sein.« (Lukas 23, 42+43)

Liegt hier vielleicht die Antwort auf unsere tiefe Glückssehnsucht? Gibt es doch einen Weg zurück ins Paradies? Gibt es ihn also doch, jenen Ort des dauerhaften Glücks, den wir hier so schmerzlich vermissen? Die Bibel macht Mut, dies zu glauben.

Über heinrich58

Im Jahre 1985 habe ich unter dramatischen Umständen im Alter von 27 Jahren zum christlichen Glauben gefunden. Die Geschichte kann man hier nachlesen: http://wendepunkte.jimdo.com/im-banne-des-bösen/
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