Orakelkulte – göttlichen oder dämonischen Ursprungs?

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„In Klaros weissagt nicht eine Frau wie in Delphi, sondern ein aus bestimmten Familien und meist aus Milet stammender Priester, der sich nur die zahl und die Namen der Orakelbesucher sagen läßt. Dann steigt er in die  Höhle hinab, trinkt wasser aus der heiligen Quelle, obwohl er der schrift und der Dichtkunst unkundig ist, Orakelsprüche in regelrechten Versen aus über Dinge, an die derjenige (Orakelbefragende) gerade denkt“  Tacitus, Annalen II 34

Das antike Apollon-Orakel von Klaros, in der heutigen Türkei gelegen, wurde im 4. Jahrhundert vor Christus gegründet und erlangte im Jahre 19 n.Chr. zu Weltruhm. Was war geschehen?

Der römische Konsul Germanicus, potentieller Anwärter auf den Kaiserstuhl, war im Jahre 18 n.Chr. nach Klaros gekommen und hatte das Orakel nach seiner Zukunft befragt. Die Weissagung des Sehers traf ihn wie ein  Schock : „Du wirst nur noch ein Jahr leben!“ Wie ein Lauffeuer verbreitete sich diese Botschaft im ganzen Reich.

Von Germanicus wird berichtet, dass er in den  darauffolgenden Monaten sich an keinen Schlachten mehr beteiligte, großzügige Getreidespenden gab und ansonsten Vergnügungsfahrten unternahm. Er starb dann tatsächlich im Jahre 19 n.Chr. an einer rätselhaften Krankheit, von der manche munkelten, dass da eine Vergiftung seitens seines Todfeindes Piso vorläge. Dies wurde aber nie geklärt!

Orakelstätten waren in der Antike gang und gäbe. Große wie kleine Leute suchten sie auf, um von den jeweiligen Gottheiten und den vermittelnden Medien Antworten auf Fragen, Entscheidungshilfen oder Zukunftswissen zu bekommen.  Erst ab dem 4. Jahrhundert n.Chr. , als das Christentum anerkannte Staatsreligion wurde, begann der Niedergang der Orakelstätten mit ihrer abschließenden Schließung oder Zerstörung. Sie galten als Teufelswerk!

Dieser Beurteilung möchte ich mich anschließen. Auch in den Orakelkulten der heutigen Zeit, wie beispielsweise im tibetanischen Buddhismus , im Voodoo oder im Schamanismus kommt es nach vorherigen „Geister-Anrufungen“ zu regelrechten Besitzergreifungen des Körpers durch einen Geist, wonach das Medium dann wie im Trance oftmals sehr richtige Dinge verkündet, die er nicht wissen kann. Sehr anschaulich beschrieben in der Autobiografie des aktuellen tibetanischen Staatsorakels.

Als jemand, der 1985 selber Spiritismus betrieben hat   Im Banne des Bösen (anclicken)    weiß ich um die Existenz solch dämonischer Geister und ihrer Wirksamkeiten. Und ich möchte daher eindringlich davor warnen sich mit  Orakeln, Wahrsagerei und Ähnlichem einzulassen.

Aus eigener Erfahrung sprechend, möchte ich den Blick in eine andere Richtung lenken und – mit Augustinus –  sagen: „Das menschliche Herz irrt so lange unruhig umher bis es endlich Frieden mit Gott gemacht hat!“

Ergänzend: Die Realität des dämonisch Okkulten und die rettende Gnade Gottes (anclicken)

Über heinrich58

Im Jahre 1985 habe ich unter dramatischen Umständen im Alter von 27 Jahren zum christlichen Glauben gefunden. Die Geschichte kann man hier nachlesen: http://wendepunkte.jimdo.com/im-banne-des-bösen/
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