Wunderheilungen und Bilokationen – mehr als nur ein fragwürdiger Aberglaube?

DSCI0086

„Als ich vor fast zehn Jahren meine Forschungen mit Daskalos begann, war ich durch und durch Skeptiker wie du“ erkläre ich, „aber nach all den Jahren bin ich zu der Erkenntnis gelangt, dass es sich hier um etwas höchst Authentisches handelt, was wir nicht leichtfertig abtun dürfen.“

„Aber wie steht es nun um deine wissenschaftliche Objektivität?“, fragte Sonja mit freundlicher Ironie

„Ich versichere dir, dass mein Vorgehen nicht im Widerspruch zu den Zielen der Wissenschaftlichkeit stehen. Ich gehe eben einen eher phänomenologischen Weg in diesem besonderen Falle.“

(Textauszug: Quelle bekannt)

In diesem Gespräch ging es um den griechischen Mystiker Daskalos, der – vor den Augen vieler Menschen-  erstaunliche Wunder vollbracht haben soll. Hier ein Beispiel:

Unser Forscher namens Markides stieß in einem Wochenblatt auf den Bericht eines Journalisten, der berichtete wie er bei nach einem Interview mit jenem Daskalos eine Mutter mit einem dreijährigen Kind hereinkommen sah. Es hatte Kinderlähmung und ein erkennbar verkümmertes und deutlich kürzeres Bein.

Daskalos begann mit der Mutter zu sprechen, streichelte währenddessen aber unentwegt das verkümmerte Bein des Jungen. Ab und zu zog er dran. „Plötzlich verzerrte sich das Gesicht des Knaben. In diesem Moment hob Daskalos den Jungen hoch, gab ihm einen leichten Klaps auf das Gesäß und forderte ihn auf: Nun lauf, mein Junge! Und der Junge begann im Zimmer umherzulaufen.

Über zehn Jahre interviewte und beobachtete Markides jenen Mystiker und wurde Augenzeuge vieler Heilungen und anderer Phänomene. Aus dem anfänglichen Skeptiker wurde ein Wundergläubiger, ohne aber den Anspruch zu haben diese Phänomene wirklich erklären zu können.

Jener Daskalos berichtete immer wieder auch von Bilokationen, also sozusagen der Fähigkeit an zwei Orten gleichzeitig sein zu können. Dies ist ein Phänomen, was auch dem bekannten katholischen Heiligen Pater Pio nachgesagt wird. So soll er – vielerei bezeugt – an verschiedenen Orten Menschen erschienen sein, obwohl sein Körper nachweislich das Kloster, wo er lebte, nicht verlassen hatte.Hier drei Beispiele:

1. Eine beinahe tödliche Granate

Eines Tages betrat ein ehemaliger italienischer Armee-Offizier die Sakristei, und beim Anblick P. Pios rief er: „Ja, hier ist er. Ich bin hier richtig.“ Er näherte sich P. Pio, kniete vor ihm nieder und sagte unter Tränen: „Pater, ich danke Ihnen, daß Sie mir das Leben gerettet haben.“

Zu den Anwesenden sagte dieser Mann: „Ich war Captain der Infanterie; eines Tages sah ich in einer schrecklichen Stunde mitten auf dem Schlachtfeld in der Nähe einen Ordensmann, der sagte: ,Herr, gehen Sie weg von dieser Stelle!‘ Ich ging auf ihn zu, und sobald ich mich bewegt hatte, schlug eine Granate genau an der Stelle ein, an der ich noch vor wenigen Sekunden gestanden hatte. Die Granate riß einen Trichter in den Boden. Ich stolperte weiter in der Absicht, den Ordensmann zu finden, aber er war nicht mehr da.“ P. Pio hatte unter der Bilokation sein Leben gerettet.

2. Ein heilender Besuch

Eine Frau, die im Haus ihrer Tochter wohnte, hatte eine Krebsgeschwulst am Arm. Sie stimmte ihrer Tochter zu, sich operieren zu lassen. Der Arzt empfahl ihr, noch ein paar Tage geduldig zu warten, ehe man ein Datum für die Operation festlegen würde. Der Ehemann der Tochter schickte ein Telegramm an P. Pio, in dem er ihn bat, für seine Schwiegermutter zu beten.

Das Telegramm erreichte P. Pio zu der gleichen Zeit, da die Frau, die sich allein im Zimmer aufhielt, sah, wie ein Mönch durch die Tür ins Zimmer kam. „Ich bin P. Pio von Pietrelcina“, sagte er. Er fragte sie, was der Arzt gesagt habe, und ermutigte die Frau, auf die Muttergottes zu vertrauen. Dann machte er das Kreuzzeichen über ihrem Arm und verließ den Raum.

Sofort rief die Frau den Diener, ihre Tochter und ihren Schwiegersohn. Sie fragte: „Warum habt ihr P. Pio eingelassen, ohne mich zu informieren?“ Sie gaben zur Antwort, daß sie P. Pio nicht gesehen und außerdem niemandem die Tür geöffnet hätten. Als am nächsten Tag der Arzt eine Nachuntersuchung vornahm, um die Patientin auf die Operation vorzubereiten, fand er keinerlei Krebsgeschwulst mehr.

3. Der verhinderte Selbstmord

Ein italienischer General der Armee, genannt Cadorna, fiel nach der Niederlage von Caporetto in solche Depressionen, dass er Selbstmord in Erwägung gezogen hatte. Einen Abend ging er in sein Zimmer und befahl seinem Sanitäter, es niemandem zu erlauben, hereinzukommen.

Er nahm seine Pistole aus der Schublade und er richtete die Pistole gegen seinen Kopf, aber plötzlich hörte er eine Stimme: „Ach, General, warum wollen Sie eine solche dumme Sache machen“? Die Stimme und die Gegenwart des Ordensbruders halfen dem General, seine Absicht aufzugeben.

Er fragte sich, wie es möglich war, daß ein Ordensbruder in sein Zimmer eingetreten war. Er bat seinen Sanitäter um Erklärung, aber dieser antwortete, er habe niemanden in sein Zimmer gehen gesehen. Einige Jahre später las der General in einer Zeitung von einem Ordensbruder, der Wunder im Gargano-Gebiet wirkte. Er ging dort heimlich hin, aber er war sehr erstaunt, als Pater Pio zu ihm sagte: „Guten Tag, General, an jenem Abend sind Sie ein großes Risiko eingegangen, nicht wahr?“

Diese drei Beispiele sollen genügen. Auch werden Pater Pio viele Wunderheilungen nachgesagt … man kommt aus dem Staunen gar nicht mehr heraus wenn man beispielsweise die Pio -Biografie von Bernd Harder liest. Und natürlich taucht dann auch gleich wieder die Frage: Scharlatan oder Mann Gottes? auf

Persönlich möchte ich sagen, dass ich nicht die geringsten Zweifel an Wunderheilungen und Bilokationen habe. Davon wird beispielsweise auch immer wieder im Schamanismus und auch fernöstlichen Religionen berichtet. Das narrative Indizienmaterial ist sozusagen quantitativ und qualitativ erdrückend, kein wirklich vernünftiger Mensch kann das – meiner Ansicht nach – alles nur für Humbug halten ….

Persönlich bin ich mit der Deutung dieser Phänomene vorsichtig … viele sagen ja, dass es a) nur erweiterte menschliche Fähigkeiten seien, andere sprechen von b) göttlichem Wirken und wieder andere von c) dämonisch – okkulten Wirkweisen.

Grundsätzlich halte ich sowohl göttliches als auch dämonisches Wirken für möglich, auch gewisse erweiterten menschlichen Fähigkeiten …. aber man muss da in jedem Fall genau hinschauen. Auch bei einem Heiligen … wobei ich damit aber keine versteckte Wertung abgegeben haben möchte.

Ich kann nur jedem raten sich diesen Wunderberichten nicht zu verschließen, aber auch nicht blind jedem „Wundertäter“ zu vertrauen. Selbst wenn die Phänomene echt sind besteht die Möglichkeit einer dämonischen Quelle. Aber klar, die echten göttlichen Wunder gibt es auch und an denen darf und soll man sich auch erfreuen.

Über heinrich58

Im Jahre 1985 habe ich unter dramatischen Umständen im Alter von 27 Jahren zum christlichen Glauben gefunden. Die Geschichte kann man hier nachlesen: http://wendepunkte.jimdo.com/im-banne-des-bösen/
Dieser Beitrag wurde unter Philosophie veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s