Dem Tode knapp entronnen

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Mein Freund Elmar und ich – wir waren beide fünf oder sechs Jahre alt – hatten beschlossen zum Spielen  von unserem Wohnblock rüber auf die große Wiese zu wechseln. Dies war hunderte Male zuvor schon geschehen und an sich keine gefährliche Angelegenheit, denn die zu überquerende Dorfstrasse war wenig befahren.

Aber dieses Mal näherte sich  von links auf unserer Fahrbahnseite mit großer Geschwindigkeit ein Wagen. Während ich abrupt am Straßenrand stehenblieb, sah ich zu  meiner großen Überraschung  Elmar die Fahrbahn betreten. Vermutlich hatte er den Wagen auch gesehen, glaubte aber noch genug Zeit für die Überquerung zu haben. Eine grobe Fehleinschätzung!

Das Fahrzeug war nur noch wenige Meter entfernt, als Elmar die Gefahr und erkannte und in Panik losrannte um die andere Fahrbahnseite zu erreichen. Ein großer Fehler! Denn der Fahrer  hatte seinen Wagen genau dorthin gelenkt. Der Zusammenprall schien unvermeidlich. In höchster Not schrie ich: “ELMARRR!!!“, woraufhin er abrupt stoppte und wendete. Genau dorthin, wo nun seinerseits der Fahrer vorbeizukommen versuchte. Das Unglück schien völlig unvermeidbar!

Mein Freund entging dann aber doch um Haaresbreite – und das kann man bildlich nehmen – wie durch ein Wunder dem Tode. Der Fahrer „entkam“ mit quietschenden Reifen und noch einmal richtig Vollgas gebend. Für einige Sekunden standen Elmar und ich  schockstarr und schweigend da. Dann gingen wir rüber auf die Wiese und begannen dort ein wenig zu spielen, als wenn nichts geschehen wäre.

Natürlich kann ich nicht genau sagen, was dieses Erlebnis damals in mir auslöste. Wenn ich mich recht erinnere war ich erschrocken und erstaunt zugleich. Zu Tode erschrocken, weil ich begriff wie schnell Alles vorbei sein konnte und über die Maßen erstaunt, weil das scheinbar Unvermeidliche  nicht eingetreten war.

Heute würde ich sagen, Elmar war das Leben geschenkt worden und ich bin vor einem schweren Trauma bewahrt worden.

Über heinrich58

Im Jahre 1985 habe ich unter dramatischen Umständen im Alter von 27 Jahren zum christlichen Glauben gefunden. Die Geschichte kann man hier nachlesen: http://wendepunkte.jimdo.com/im-banne-des-bösen/
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