Die Pascalsche Wette in einer verbesserten Version

Jakobus

Der berühmte Mathematiker und Philosoph Blaise Pascal bot seinen Zeitgenossen folgende Überlegung bezüglich Gott und und dem ewigen Leben an, bekannt geworden unter dem Begriff „Die Pascalsche Wette“:

1. Es gibt Gott nicht und man glaubt nicht an ihn = nichts gewonnen und nichts verloren

2. Es gibt Gott nicht und man glaubt an ihn = nichts gewonnen und nichts verloren

3. Es gibt Gott und man glaubt an ihn nicht = man hat alles verloren

4. Es gibt Gott und man glaubt an ihn = man hat alles gewonnen

Schlussfolgerung: An Gott zu glauben ist sinnvoll, da man eine 50% Chance auf das ewige Leben hat

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Ich denke, dass die Pascalsche Wette einer Präzisierung bedarf. Wenn ich im Folgenden von Gott rede, dann soll der biblisch-christliche Gott gemeint sein. Gehen wir also die vier Punkte noch einmal gemeinsam durch:

1. Es gibt den christlichen Gott nicht und man glaubt nicht an ihn

In diesem Falle hätte man eigentlich alles richtig gemacht, denn man hätte sich nicht mit einer Illusion abgemüht die nur den Blick auf die Wirklichkeit verstellt hätte = diesseitiger Gewinn

2. Es gibt den christlichen Gott nicht und man glaubt an ihn

In diesem Falle hätte man sein diesseitiges Leben einer Illusion geopfert und erhielte dafür auch im Jenseits kein ewiges Leben = diesseitiger Verlust

3. Es gibt den christlichen Gott und man glaubt nicht an ihn

In diesem Falle hätte man diesseitig ein – spirituell gesehen – falsches Leben geführt und würde auch das mögliche ewige Leben versäumen = diesseitiger und jenseitiger Verlust

4. Es gibt den christlichen Gott und man glaubt an ihn

Man hätte im Diesseits spirituell richtig gelegen, würde ein Leben unter seiner Regie (und Schutz) führen und erhielte  danach das ewige Leben = diesseitiger und jenseitiger Gewinn ( ein Win-Win)

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Nun höre ich aber die Skeptiker schon sagen: „Ich soll blind an einen Gott glauben und seine Regeln befolgen in Hoffnung auf ein ewiges Leben, dass es möglicherweise gar nicht gibt … nein, das ist mir zu vage! Da bleibe ich doch lieber bei Variante 1 und lebe mein diesseitiges Leben, so gut es geht … und wenn es IHN doch geben sollte, so habe ich halt Pech gehabt!“

Ehrlich gesagt ein symphatischer und nachvollziehbarer Gedanke, der aber auf einem Denkfehler beruht: Denn der christliche Glaube – ist biblisch gesehen – kein blinder Glaube. Sondern einer, wo ER einem im Diesseits schon Gewissheit bezüglich seiner Existenz schenkt.

Vernünftig wäre es also sich diesem Gott zu öffnen und Ihn – in geziemender Weise – auf die Probe zu stellen …sich IHM zu nähern. Wenn man dann am Ende eines solchen Prozesses feststellen würde, dass da nichts passiert, könnte man die Sache dann ja immer noch abhaken.

Wer sich (dem christlichen) Gott naht, dem naht sich Gott“ schreibt Jakobus. Und ich bin – aus eigener Erfahrung – felsenfest überzeugt davon, dass diese Verheissung auch heute noch gilt. Aber etwas Geduld sollte man schon aufbringen.

Über heinrich58

Im Jahre 1985 habe ich unter dramatischen Umständen im Alter von 27 Jahren zum christlichen Glauben gefunden. Die Geschichte kann man hier nachlesen: http://wendepunkte.jimdo.com/im-banne-des-bösen/
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