Zwei wundersame Errettungen

wunder

Als Zwölfjähriger geriet ich während einer Fahrradtour im Kärntner Land (Österreich) in eine sehr bedrohliche Lage: (Textauszug)

<Als wir unseren Lagerplatz verließen, war ich ziemlich niedergeschlagen. Immer wieder ging mir ein Gedanke durch den Kopf: Wir sind um den ganzen See gefahren um ihnen ein Frühstück zu besorgen. Und sie essen alles auf ohne an uns zu denken. … Und auch Thomas hat es nicht verhindert! … Wie hatte so etwas geschehen können?

Nun saß ich wieder auf meinem kleinen Fahrrad und spürte die Sonne im Nacken brennen. Die Temperaturen stiegen fortwährend  weiter an. Ich fühlte mich zunehmend müder und erschöpfter und hatte Mühe, mit den anderen mitzuhalten.

     Nach etwa zwei Stunden Fahrt war ich völlig ausgepumpt und fuhr zu Thomas auf: „Thomas, können wir vielleicht eine Pause einlegen?“ Er schaute mich kurz prüfend an und rief dann laut: “Jungs, wir machen eine kurze Pause!“ Einige der älteren Jungs murrten und blickten mich ärgerlich an.

Meine Hoffnung, dass eine Pause mir die Kräfte zurückgeben würde, erfüllte sich nicht. Die Mittagssonne brannte unbarmherzig auf uns herab und meine Flasche mit kaltem Tee war inzwischen auch schon leer.

Nach etwa zehn Minuten fragte mich Thomas: „Geht es dir besser? Kannst du  weiterfahren?“ Ich schüttelte den Kopf: „Nein, ich brauche noch etwas Zeit! Aber ihr könnt ja schon mal weiterfahren. Ich komme dann später nach!“ Er schaute mich ein wenig skeptisch an: “Bist du sicher? Wir können auch noch etwas hier bleiben!“

    Dies wäre mir eigentlich am liebsten gewesen. Aber ich spürte die allgemeine Ungeduld und sagte mit leicht gequältem Lächeln: „Fahrt ruhig. Ich hole euch schon wieder ein!“ Und so gab Thomas das Signal zum allgemeinen Aufbruch. Ich blickte ihnen traurig nach  und etwa zwei Minuten später waren sie nicht mehr zu sehen.

 Jetzt war ich, ein zwölf Jahre alter Junge mit dem Spitznamen „Mücke“, allein mit meinem kleinen, miesen Rad unter der brennenden Sonne in einem fremden Land! Vor und hinter mir nur eine endlose, von Bergen begleitete Landstraße.

 Obwohl ich der Weiterfahrt der Anderen zugestimmt hatte, war ich tief enttäuscht, dass sie es wirklich getan hatten „Wie konnten sie das tun, nachdem was ich für sie am Morgen getan hatte!“  Und Thomas! Wie konnte er mich in diesem Zustande alleine zurücklassen. Er hatte doch gesehen, was mit mir los war.

 Nach etwa zehn Minuten startete ich einen Versuch. Ich setzte mich erneut auf mein Fahrrad und fuhr los. Aber schon nach etwa hundert Metern stoppte ich erneut. Es hatte keinen Sinn! Die Sonne brannte nach wie vor erbarmungslos auf die Erde herunter und ich fühlte mich völlig ausgelaugt und kraftlos. Ich legte mein Fahrrad auf den Boden und legte mich daneben. Mir war alles egal. Ich wollte nur noch schlafen, schlafen, schlafen!>

Aber wenn man meint,dass es nicht mehr weitergeht , kommt manchmal von irgendwo ein Lichtlein her … und so war es auch in diesem Fall: (Textauszug)

<Ich fühlte mich nach wie vor schwach und mein Kopf schmerzte. Aber jetzt, wo ich wieder auf meinen Füßen stand, gab es für mich kein Zurück mehr. Ich stieg auf mein kleines Rad und begann mühsam in die Pedalen zu treten.

   Nach etwa 50 Metern fühlte ich die ersten Regentropfen auf meiner Haut. Erstaunt blickte ich nach oben, und nun erst fiel mir auf, dass die Sonne komplett verschwunden war. Dicke, schwarze Wolken hingen über mir!

     Auf einmal fielen mir die letzten Worte des Mannes wieder ein: „Du musst dich beeilen! Es wird gleich ein Gewitter geben!“  In der Tat, ein heller Blitz zuckte am Himmel, gefolgt von einem lauten Donnerschlag. Wie auf Kommando setzte ein heftiger Regen ein. Schon nach etwa einer Minute waren Hose und T-shirt vollständig durchnässt.

    Aber in der gleichen Zeit geschah mit mir eine erstaunliche Verwandlung. Fühlte ich mich soeben noch elend und kraftlos, so war ich nun wie neu aufgeladen. Mehr als das, ich fühlte eine Kraft in mir wie nie zuvor in meinem Leben. Und ich begann kräftiger und immer kräftiger in die Pedalen zu treten. Bis ich schließlich wie ein Vogel über die Landstrasse flog. Mit grimmiger Entschlossenheit und nur einem Gedanken in meinem Kopf: Ich werde diese Verräter den Stachel der Mücke spüren lassen!>

Die ganze Geschichte kann man hier nachlesen: Eine Jugenderinnerung

Dieses Wunder auf der Kärntner Landstrasse – das plötzlich wie aus dem Nichts kommende rettende Gewitter – ist nichts im Verhältnis zu dem was sich 15 Jahre später in meinem Leben abspielen sollte. Auf einen gefährlichen Irrweg – den Spiritismus – geraten, brach eines schönen Junitages die Hölle los: (Textauszug)

< Eines Mittags an einem schönen Junitag saß ich gut gelaunt am offenen Küchenfenster und genoss die angenehme Sommerluft. Vor mir lag wieder ein Bogen Papier mit dem kleinen Tischchen obenauf. Ich hatte „Onkel Willi“ gerade etwas Belangloses gefragt, als sich das Tischchen zu bewegen begann und ich kurz darauf las: Gleich_kommt_der_Juergen_vorbei

 Ehrlich gesagt war ich über diese Nachricht schon etwas überrascht. Wir, also Jürgen, der schon erwähnte Freund und bekennende Atheist, und ich  waren nämlich nicht verabredet. Andererseits kam es aber durchaus vor, dass er mich spontan besuchte.  Das Tischchen bewegte sich erneut: Er_wird_heute_Nacht_sterben   

Ein Satz, der mich traf wie  ein Pfeil in die Brust oder wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Ich brach augenblicklich in Tränen aus und meinen Körper durchlief ein schluchzendes Beben. Aber da setzte sich das Tischchen schon wieder in Bewegung. Ich las weiter:
Du_ brauchst_ nicht_ traurig_ sein_ Er_ ist_ dann_ bei_ uns_ und_ du_ kannst_ morgen_ schon_ eine_ Partie_ Schach_ mit_ ihm_ spielen  

Diese Aussicht tröstete mich augenblicklich. Er bleibt also erreichbar, dachte ich, er hat dann nur die Seite gewechselt.
Sei_ ganz_ normal_ Geh_ mit_ ihm_ in_ den_ Garten_und_ lies_ ihm_ aus_ der_ Reise_ durch_ das_ Universum_ vor_nun_beeil_dich_Er_ist_gleich_da

Ich hatte gerade die „Utensilien“ wieder im Schrank verstaut, als es schellte. Jetzt wird es ernst! schoss es mir durch den Kopf. Ich atmete zweimal tief durch, dann ging ich zur Türe und drückte den Summer.Als ich die Türe öffnete stand tatsächlich Jürgen da und lächelte. „Na, wie geht`s?“ fragte er. „Ah, hallo, du bist`s!“, sagte ich so beiläufig wie möglich, „komm rein!“ Jetzt nur nichts anmerken lassen, befahl ich mir selber. >

Um mich aus dieser ungleich größeren Bedrängnis herauszuholen bedurfte eines großen Wunders, eines präzisen Eingreifen Gottes. Nachzulesen ist die ganze Geschichte hier: Auf einen Felsen gestellt

 

Über heinrich58

Im Jahre 1985 habe ich unter dramatischen Umständen im Alter von 27 Jahren zum christlichen Glauben gefunden. Die Geschichte kann man hier nachlesen: http://wendepunkte.jimdo.com/im-banne-des-bösen/
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