Der heilige Hubertus – und ein sprechender Hirsch

Und da die Eselin den Engel des HERRN sah, fiel sie auf ihre Knie unter Bileam. Da ergrimmte der Zorn Bileams, und er schlug die Eselin mit dem Stabe.  Da tat der HERR der Eselin den Mund auf, und sie sprach zu Bileam: Was habe ich dir getan, daß du mich geschlagen hast nun dreimal?  Bileam sprach zur Eselin: Weil du mich höhnest! Ach, daß ich jetzt ein Schwert in der Hand hätte, ich wollte dich erschlagen …
    Da öffnete der HERR dem Bileam die Augen, daß er den Engel des HERRN sah im Wege stehen und ein bloßes Schwert in seiner Hand, und er neigte und bückte sich mit seinem Angesicht  (4. Mose 22)

Tiere die sprechen können? Das kennen wir doch nur aus Märchen und Comics, oder? Ist die Bibel also doch nur – wie  von manchen  Kritikern gern behauptet – ein Märchenbuch? Nun, man sollte von einer Sache nicht gleich auf das Ganze schließen.
Und ist die Sache wirklich so abwegig. Können wir wirklich ausschließen, dass Tiere denken können? Und sollte es Gott – so ER denn nun existiert – unmöglich sein, eine Eselin ihre Gefühle in menschlicher Sprache ausdrücken zu lassen? Gewiß. wir können uns nicht so recht vorstellen, wie das funktionieren könnte…. aber wir können uns so Vieles nicht wirklich vorstellen, oder?

Kommen wir aber zu dem eigentlichen Thema. Hubertus (658-727), ein adliger Pfalzgraf und königlicher Diplomat in der Nähe von Lüttich, konnte seinen Kummer über den Tod seiner jungen Ehefrau Flrorentine einfach nicht verwinden und stürzte sich in allerlei weltliche Vergnügungen

Da geschah es, daß er, in den tiefen Wäldern der Ardennen seiner Lieblingsbeschäftigung, der Jagd, nachgehend, einen kapitalen Hirsch aufspürte. Zur Verwunderung des leidenschaftlichen Jägers blieb der Hirsch ruhig vor ihm stehen. Schon hatte er den Bogen gespannt, um ihn zu erlegen, da erblickte er zwischen den Geweihstangen des Hirsches ein leuchtendes Kreuz. Und während er sich noch wunderte, kam der Hirsch furchtlos auf ihn zu und sagte: „Was habe ich dir getan? Warum willst du mich töten? …
    Betroffen sank er in die Knie. Jetzt vernahm er eine Stimme, die ihn mahnte, über den Dingen dieser Welt das ewige Leben nicht zu vergessen.
    Diese Erscheinung beeindruckte Hubertus derart, daß er sich mit ganzer Seele Gott zuwandte. Er verließ den Hof, verzichtete auf seine Ämter, verschenkte sein Vermögen an die Armen und zog sich in die Einsamkeit der Ardennen zurück, wo er eine Zeitlang als Einsiedler lebte. Dann begab er sich zu Bischof Lambert von Maastricht, der den Verwandelten belehrte und zum Priester weihte.

Als jener Bischof Lambert 708 starb,wurde natürlich ein Nachfolger gesucht:

Papst Sergius, der heilige Mann, erhielt in einem Gesicht die Weisung, den Pilger Hubertus zum Nachfolger des Ermordeten zu weihen. Als Hubertus  sich heftig wehrte, die Würde anzunehmen, erschien ein Engel vom Himmel, der ihn die bischöfliche Stola umlegte, worauf er, den Willen Gottes erkennend, sich alsbald fügte.
    Der Geweihte zog nach Maastricht zurück, um sein ihm von Gott auferlegtes Amt zu übernehmen. Er waltete als Bischof viele Jahre lang zum Segen des Landes und missionierte vor allem in seinem früheren Jagdgebiet, den Ardennen, unter großer Mühsal und Anstrengung, denn dort waren zu dieser Zeit die heidnischen Bräuche noch fest verwurzelt.

Sicherlich eine sonderbare Geschichte? Aber sonderbarer als die Bekehrung des Paulus, dem Jesus in einer himmlischen Vision erschienen ist ? Und spricht seine abrupte Lebenswende nicht dafür, dass wirklich etwas sehr Einschneidendes in seinem Leben geschehen sein muss?
Wir sollten da nicht zu voreilig mit unserem naturalistisch geprägten Verstande urteilen … wie sagt die Bibel: „Bei Gott ist kein Ding unmöglich!“ …wohl auch kein sprechender Hirsch mit einem Lichtkreuz im Geweih

 

 

Über heinrich58

Im Jahre 1985 habe ich unter dramatischen Umständen im Alter von 27 Jahren zum christlichen Glauben gefunden. Die Geschichte kann man hier nachlesen: http://wendepunkte.jimdo.com/im-banne-des-bösen/
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