Das abgrundtiefe Böse – ein indirekter Gottesbeweis?

Ich weiß, dass Gott existieren muss, denn ich habe in Ruanda dem Teufel die Hand geschüttelt  (Romeo Dallaire)

Der kanadische General Romeo Dallaire erlebte 1994 in Ruanda im Bürgerkrieg zwischen den Hutu und den Tutsi unvorstellbare Gräueltaten, die er 2003 in dem Buch „Shake hands with the Devil“ veröffentlichte. Es ist auch eine Anklageschrift wegen unterlassener Hilfeleistung. Aber das ist nicht mein Thema.

Während in Deutschland nach dem Genozid im Dritten Reich von Philosophen die Nichtexistenz Gottes geschlussfolgert wurde („Nach Auschwitz ist der Glaube an Gott undenkbar“), – ein gütiger Gott kann so etwas nicht zulassen – zieht der kanadische General einen ganz anderen Schluss. Das Erlebte ist für ihn der Beweis der Wirksamkeit dämonischer Mächte. Anders kann er sich dieses Grauen nicht  erkären.

Und in der Tat, wenn man genauer hinschaut, kann man beispielsweise die dämonisch-okkulten Verstrickungen des Hitlerregimes kaum übersehen. Und wie wollte man die bestialischen Manson-Morde mit rein menschlicher Grausamkeit erklären?

Aber da sich das brutal Böse nicht flächendeckend und dauerhaft  durchsetzen kann, sondern nur regional und temporär zum Zuge kommt, muss man von etwas Gutem ausgehen, was stärker ist. Gerade das erkennbar dämonisch Böse in der Welt ist – wie Dallaire recht logisch folgert – ein (indirekter )Beweis der Exitenz Gottes. Denn ansonsten ginge es überall und dauerhaft so zu wie in Ruanda, hätten wir hier wirklich die Hölle auf Erden.

Persönlich kann ich diesen Gedankengang sehr gut nachvollziehen, weil ich selber 1985 – im Spiritismus – dem Bösen sehr nahe gekommen bin. Und es ohne jeden Zweifel personal- übernatürlichen Ursprungs war. Und ich in der Folge auch die rettende Gnade Gottes erlebt habe (hier anclicken)

Aber natürlich bleibt die Frage, wieso Gott denn überhaupt das Böse – wenn auch eingeschränkt – wirksam sein lässt. Er den Teufel und seine Dämonen nicht einfach vernichtet  oder in die tiefsten Tiefen verbannt, wo sie keinen Schaden anrichten können.

Natürlich gibt es auch dafür theologische Theorien und Spekulationen, aber letztendlich bleibt es ein Geheimnis. Erst am Weltende soll dann mit dem Bösen endgültig Schluss sein:

Und wenn die tausend Jahre vollendet sind, wird der Satan aus seinem Gefängnis losgelassen werdenund wird hinausgehen, die Nationen zu verführen, die an den vier Ecken der Erde sind, den Gog und den Magog, um sie zum Krieg zu versammeln; deren Zahl ist wie der Sand des Meeres.

Und sie zogen herauf auf die Breite der Erde und umzingelten das Heerlager der Heiligen und die geliebte Stadt; und Feuer kam aus dem Himmel herab und verschlang sie. Und der Teufel, der sie verführte, wurde in den Feuer- und Schwefelsee geworfen, wo sowohl das Tier als auch der falsche Prophet sind; und sie werden Tag und Nacht gepeinigt werden von Ewigkeit zu Ewigkeit. (Offenbarung 20)

Bis dahin wird die Menschheit wohl weiter sein unheilvolles Wirken in dieser Welt ertragen müssen. Wohl dem, der sich in Gott geborgen weiß – für Zeit und Ewigkeit

d6fba-auferstehung

 

Über heinrich58

Im Jahre 1985 habe ich unter dramatischen Umständen im Alter von 27 Jahren zum christlichen Glauben gefunden. Die Geschichte kann man hier nachlesen: http://wendepunkte.jimdo.com/im-banne-des-bösen/
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