Der heilige Hubertus – und ein sprechender Hirsch

Und da die Eselin den Engel des HERRN sah, fiel sie auf ihre Knie unter Bileam. Da ergrimmte der Zorn Bileams, und er schlug die Eselin mit dem Stabe.  Da tat der HERR der Eselin den Mund auf, und sie sprach zu Bileam: Was habe ich dir getan, daß du mich geschlagen hast nun dreimal?  Bileam sprach zur Eselin: Weil du mich höhnest! Ach, daß ich jetzt ein Schwert in der Hand hätte, ich wollte dich erschlagen …
    Da öffnete der HERR dem Bileam die Augen, daß er den Engel des HERRN sah im Wege stehen und ein bloßes Schwert in seiner Hand, und er neigte und bückte sich mit seinem Angesicht  (4. Mose 22)

Tiere die sprechen können? Das kennen wir doch nur aus Märchen und Comics, oder? Ist die Bibel also doch nur – wie  von manchen  Kritikern gern behauptet – ein Märchenbuch? Nun, man sollte von einer Sache nicht gleich auf das Ganze schließen.
Und ist die Sache wirklich so abwegig. Können wir wirklich ausschließen, dass Tiere denken können? Und sollte es Gott – so ER denn nun existiert – unmöglich sein, eine Eselin ihre Gefühle in menschlicher Sprache ausdrücken zu lassen? Gewiß. wir können uns nicht so recht vorstellen, wie das funktionieren könnte…. aber wir können uns so Vieles nicht wirklich vorstellen, oder?

Kommen wir aber zu dem eigentlichen Thema. Hubertus (658-727), ein adliger Pfalzgraf und königlicher Diplomat in der Nähe von Lüttich, konnte seinen Kummer über den Tod seiner jungen Ehefrau Flrorentine einfach nicht verwinden und stürzte sich in allerlei weltliche Vergnügungen

Da geschah es, daß er, in den tiefen Wäldern der Ardennen seiner Lieblingsbeschäftigung, der Jagd, nachgehend, einen kapitalen Hirsch aufspürte. Zur Verwunderung des leidenschaftlichen Jägers blieb der Hirsch ruhig vor ihm stehen. Schon hatte er den Bogen gespannt, um ihn zu erlegen, da erblickte er zwischen den Geweihstangen des Hirsches ein leuchtendes Kreuz. Und während er sich noch wunderte, kam der Hirsch furchtlos auf ihn zu und sagte: „Was habe ich dir getan? Warum willst du mich töten? …
    Betroffen sank er in die Knie. Jetzt vernahm er eine Stimme, die ihn mahnte, über den Dingen dieser Welt das ewige Leben nicht zu vergessen.
    Diese Erscheinung beeindruckte Hubertus derart, daß er sich mit ganzer Seele Gott zuwandte. Er verließ den Hof, verzichtete auf seine Ämter, verschenkte sein Vermögen an die Armen und zog sich in die Einsamkeit der Ardennen zurück, wo er eine Zeitlang als Einsiedler lebte. Dann begab er sich zu Bischof Lambert von Maastricht, der den Verwandelten belehrte und zum Priester weihte.

Als jener Bischof Lambert 708 starb,wurde natürlich ein Nachfolger gesucht:

Papst Sergius, der heilige Mann, erhielt in einem Gesicht die Weisung, den Pilger Hubertus zum Nachfolger des Ermordeten zu weihen. Als Hubertus  sich heftig wehrte, die Würde anzunehmen, erschien ein Engel vom Himmel, der ihn die bischöfliche Stola umlegte, worauf er, den Willen Gottes erkennend, sich alsbald fügte.
    Der Geweihte zog nach Maastricht zurück, um sein ihm von Gott auferlegtes Amt zu übernehmen. Er waltete als Bischof viele Jahre lang zum Segen des Landes und missionierte vor allem in seinem früheren Jagdgebiet, den Ardennen, unter großer Mühsal und Anstrengung, denn dort waren zu dieser Zeit die heidnischen Bräuche noch fest verwurzelt.

Sicherlich eine sonderbare Geschichte? Aber sonderbarer als die Bekehrung des Paulus, dem Jesus in einer himmlischen Vision erschienen ist ? Und spricht seine abrupte Lebenswende nicht dafür, dass wirklich etwas sehr Einschneidendes in seinem Leben geschehen sein muss?
Wir sollten da nicht zu voreilig mit unserem naturalistisch geprägten Verstande urteilen … wie sagt die Bibel: „Bei Gott ist kein Ding unmöglich!“ …wohl auch kein sprechender Hirsch mit einem Lichtkreuz im Geweih

 

 

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Von Engeln, einem Dämon und Geistersehern

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Und der Diener des Mannes Gottes stand früh auf und trat heraus, und siehe, da lag ein Heer um die Stadt mit Rossen und Wagen. Da sprach sein Diener zu Elisa: O weh, mein Herr! Was sollen wir nun tun?

Er sprach: Fürchte dich nicht, denn derer sind mehr, die bei uns sind, als derer, die bei ihnen sind!  

Und Elisa betete und sprach: Herr, öffne ihm die Augen, dass er sehe! Da öffnete der Herr dem Diener die Augen, und er sah, und siehe, da war der Berg voll feuriger Rosse und Wagen um Elisa her (2.Könige 6)

Ein solcher Blick hinter die Kulissen, hinein in die unsichtbare Welt, erscheint dem rationalen  und aufgeklärten Menschen von heute als eine echte Zumutung. Oder aber er belächelt es, frei nach dem Motto: „Ach, wie naiv die Menschen von damals doch waren.“

Aber könnte es nicht vielleicht genau umgekehrt sein, dass der moderne Mensch von heute eine Realität ausblendet, die viele Jahrtausende zum festen Allgemeinwissen gehörten? Hat er bei seiner akribisch-naturwissenschaftlichen Vermessung der Welt  das „Übernatürliche“ fast vollständig aus den Augen verloren? Ich denke, in der Tat, dass es sich so verhält!

Gibt es eine Geisterwelt, in die manche  hineinblicken können, wirklich? Es gibt solche Berichte zuhauf. Es gibt diese Geschichten zuhauf, in denen von „Geisterseher“ berichtet wird!

Aber manchmal scheint es sogar, dass  Geister sich auch ganz normalen Sterblichen zeigen. Wie jener zwölfköpfigen westlichen Forschergruppe eines Nachts in Machu Picchu (Peru), als sie dort unter Anleitung eines Schamanen an einem einsamen Ort meditierten.

Nach mehr als einer Stunde stiller Meditation schrie jemand plötzlich auf und zeigte westwärts auf ein etwa sechs Meter entfernt stehendes Gebüsch am Rande des Dschungels. Wir erblickten ein unheimliches Licht in der Gestalt eines Mannes mit einem großen runden Kopf. Die Erscheinung ließ uns alle erschaudern. … Die Gestalt schwebte über den Büschen, kam manchmal etwas näher, um dann wieder in den Dschungel zurückzuweichen ( aus „Dokumente anderer Wirklichkeiten“  (S. 144)

Nun, die Sache ging glimpflich aus, aber hinterließ bei der Gruppe einen Schock … aber dem Schamanen gelang es sie zu beruhigen, so dass sie weiter auf ihrem unheilvollen dämonisch – okkulten Weg weitergingen. Was übrigens auch die faustische Naivität mancher Forscher beweist … der normale Mensch würde an dieser Stelle sagen: „Schluss, aus, Ende … bis hierher und keinen Schritt weiter!“

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Die zwei spirituellen Wendepunkte im Leben des Gerhard Bauer

1. Ein (fast) ganz normales Leben

Als Gerhard Bauer am 26.11.1926 in Berlin – Wedding das Licht der Welt erblickte, wies wenig darauf hin, dass er später mal als „Rocky, der Irokese“ eine gewisse (traurige ) Berühmtheit erlangen würde. Er war in eine Beamtenfamilie hineingeboren worden und wuchs einigermaßen normal auf.

Auch aus dem 2. Weltkrieg kam er einigermaßen gut hervor, verlobte sich, wurde Vater –  machte dann aber den Fehler, für die Franzosen als Fluchthelfer in der sowjetischen Besatzungszone zu agieren.  Er flog auf und wanderte für acht Jahre ins Gefängnis, in das berühmt-berüchtigete“ gelbe Elend“ in Bautzen. Einem richtig harten Knast – unter russischer Aufsicht –  u. a. mit Isolationsfolter.

Dies hat dort so manch einen anderen Menschen gebrochen, Gerhard B. überstand die Zeit mt eisernem Durchhaltewille und ohne erkennbare große Folgen, sieht mal mal von einem Gesichtstatoo („Gerechtigkeit und Rache“) und einem homosexuellen „Coming out“ ab. Außerdem hatte sich seine Verlobte inzwischen mit seinem bestem Freund verheiratet.

Gerhard B. machte dann eine Ausbildung zum Krankenpfleger in Dortmund und arbeitete bis 1964 in einer Einrichtung für geistig Behinderte in Hannover, was ihm viel Freude machte. Aber abends ging es ins Homosexuellen-Milieu, wo er seine neue Neigung auslebte. Er sprach im Rückblick von einem Doppelleben.

In Hannover kam er auch zum ersten Mal mit baptistischen Christen in Kontakt, nahm sogar an einer viertätigen Pfingstfreizeit teil. Aber dabei blieb es dann auch. Vielleicht war die Zeit einfach noch nicht reif für „mehr“!?

Niemand weiß, wie sein Leben weiter verlaufen wäre, wenn ihm nicht ein neuer Heimleiter den Job gekündigt hätte mit der Begründung, seine Tätowierungen würden das Betriebsklima stören. Dies leitete dann den ersten großen spirituellen Wendepunkt im Leben von Gerhard B. ein.

2. Rocky, der „Irokese“ und Satansjünger

Enttäuscht vom Leben und den Menschen kauft er sich ein schweres Motorrad und fährt damit nach Hamburg. Dort lässt er sich am ganzen Körper tätowieren. Keine halben Sachen mehr! Wenn schon, denn schon!

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Über seinen Tätowierer kommt er in eine Szene aus Alkoholikern und sexuell Perversen, Fernsehleuten und Hells Angels. … Ihr gemeinsamer Slogan lautete: „Die scheiß-gute Gesellschaft ist uns scheißegal!“

Einmal auf die abschüssige Bahn geraten, ließ der nächste Tiefpunkt nicht lange auf sich warten. Er wird von einer Rockergruppe zu einer Zeltwochende eingeladen, man lernt sich etwas näher kennen und fragt ihn, ob er nicht Mitglied werden möchte. Voraussetzung sei allerdings, dass er sich bewusst der Macht des Teufels unterstelle. Gerhard Bauer ist einverstanden und stellt einen Aufnahmeantrag

Nach der Aufnahmeprüfung werden dem Neuaufgenommenen zwei fünfzackige Satanssterne ins Gesicht tätowiert … und wird schon bald „offizieller Kuttenträger“ – die Kutte, eine schwarze Ledermontur, ist quasi ein antipriesterliches Gewand …. die Gruppe nimmt an okkulten Handlungen und schwarzen Messen teil, betet Totenköpfe an und trägt umgekehrte Kreuze um den Hals

Vielleicht hat Gerhard Bauer die Sache mit der Lebensübergabe an Satan nicht ganz so Ernst genommen, es einfach gemacht um zur Gruppe gehören zu können. Aber es scheint so, als ob wirklich eine böse Macht plötzlich über ihn Gewalt gewonnen hat.

Er wird ein Anderer. Er trägt nur noch vergammeltes Leder und wäscht sich höchstens alle vier Wochen. In seiner Wohnung  hängen Skelett, Totenköpfe und Ketten an den Wänden. Schnell steigt er in der Gruppenhierarchie auf … In der Folgezeit kommt es zu schweren Einbrüchen, Diebstählen mit Todesfolgen. Rocky wird festgenommen

Dies ist aber nur eine kurze Unterbrechung auf der Abwärtsspirale, denn er kommt mit „zwei Jahren auf Bewährung“ davon, wegen der Bautzener Haftstrafe. Gewalt und Kriminalität bleibt auch in den folgenden Jahren sein Markenzeichen, zudem lebt er ungezügelt Sexualität mit Männern und Frauen aus. Günther, ein Bekannter aus der damaligen Zeit:

Rocky, das für mich das Sinnbild für Gewalttätigkeit und besten Beziehungen in die führenden kreise der Unterwelt .. Rocky, das war jemand, der keine Grenzen kannte

Er sinkt immer tiefer und tiefer, und spürt es auch. Aber ist machtlos

„Wenn du im Moor versinkst , kannst du dich nicht selber rausziehen. Du kannst zwar noch schreien. Aber was nützt das, wenn niemand dich hört!“

3. Rocky, der Rockstar

Aber dann kommt doch jemand, der ihn aus dem Sumpf zieht. Nach etwa zehn, also 1974, lernt er in Hamburg einen älteren homosexuellen Mann namens Theo Kurt kennen, und zieht bei ihm ein. Der gutbürgerliche Kurt wird eine Art Ersatzvater für „Rocky“  und schafft es, dass der von Gewalt und Kriminalität abschwört.

Nach einen Auftritt in einer NDR-Talkshow wird die Plattenindustrie auf ihn aufmerksam… und er kommt in Kontakt mit Udo Lindenberg. Von dem nachhaltig gefördert und unterstützt, beginnt „Rocky“ nun eine recht erfolgreiche Karriere als Rockstar.

Teilweise tritt er auch in Udos „Panikorchester“ als Anheizer auf. Allerdings bleibt ihm von seinen Gagen nicht viel, weil er jetzt den Drogen, insbesondere Heroin und Kokain, verfällt. Ansonsten glaubte  er dem Druck der Bühnenauftritte nicht standhalten zu können. Er war in einen neuen Sumpf geraten.

Aber  er nahm auch noch andere Hilfe in Anspruch:

Mit Hilfe Satans ich in Essen, Frankfurt oder München aus einem Rockkonzert einen Hexenkessel machen. In wenigen Minuten konnte ich Menschen so aufputschen, dass sie sich wie kleine Teufel benahmen.

Natürlich spürte Rocky tief innen drin, dass etwas nicht stimmte. Aber selten gelingt es einem Menschen sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen. Und so erlebt er am eigenen Leibe die Wahrheit uralter biblischer Worte:

Ich aber bin nur ein Mensch und der Herrschaft der Sünde ausgeliefert.

Ich verstehe ja selber nicht, was ich tue. Das Gute, das ich eigentlich tun möchte, tue ich nicht; aber was ich verabscheue, das tue ich. … (Römer 7)

4. Der zweite spirituelle Wendepunkt – Rocky wird Christ

1984 traf dann Gerhard Bauer alias „Rocky“ ein schwerer Schicksalsschlag. Ein zuvor diagnostizierter Krebs bricht voll aus. Er muss eine geplante Tournee mit Udo absagen, dort hätte er übrigens als Teufel auftreten sollen!

Als er aus dem Krankenhaus entlassen wird – die Ärzte geben ihm kaum noch Überlebenschancen – versucht er sich abzulenken … er ist nun ständig auf dem Hamburger Kiez anzutreffen. Eines Tages wird in der Bahnhofsgegend  ein christliches Theaterstück im Freien aufgeführt.

Rocky kommt zufällig vorbei … damit will er nichts zu tun haben … auf der Stelle macht er kehrt … aber eine junge  Frau hält ihn an: „Bleib stehen, wir wollen mit dir reden!“ Er denkt: „Nichts wie weg jetzt!“ und wendet sich ab… da steht ein junger Mann vor ihm und sagt:“Ich freue mich, dass ich dich sehe!“  …und sagt dann: „Sag mal, wie zerissen musst du sein, dass du so rumläufst!“

Rocky gab sich geschlagen, ließ sich auf ein Gespräch mit den jungen Christen ein … fasste Vertrauen – und um eine längere Geschichte kurz zu machen – bekehrte sich einige Wochen später zum christlichen Glauben. Lässt sich taufen!

Natürlich löste seine Bekehrung einen Riesenwirbel aus, zumal er sich fortan wieder ganz normal kleidete und überall von seinem neuen Glauben erzählte. Er wirkte wie ausgewandelt, selbst den verhassten Türken reicht er die Hand zur Versöhnung … und zieht in eine  christliche Wohngemeinschaft ein.

Am 4.1 . 1987 fällt dann der irdische Vorhang! Gerhard Bauer stirbt mit den Worten: „Vater, ich komme jetzt zu dir!“

Am 15.01.1987 wird in Hamburg mit Polizeieskorte ROCKY, ein ehemaliger Rocker zu Grabe getragen. Auf einem der Kränze steht: „Unserm lieben ROCKY – Udo, Elli Pirelli und die Panikfamilie“. Pastor Dietrich Ehl spricht zu dem sehr gemischten Publikum vom Heimkommen des verlorenen Sohnes.

(Fast alle Zitate stammen aus folgendem Buch:  hier )

Glaube

 

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Leerer Himmel oder Jesus?

Weil sie es nicht aushalten, dass da nichts ist und antwortet, wenn sie an die Wände des (vermeintlichen) Jenseits klopfen, erdichten  sich die Christen einen gütigen Gott und einen Erlöser (ein sehr frei zitiertes Nietzsche-zitat)

Atheistische Argumentation:

1. Ich habe – meines Wissens – keine persönlichen Erfahrungen mit dem christlichen Gott gemacht
2. Ich halte entsprechende Berichte anderer Menschen für Einbildungen, Selbsttäuschungen oder Fakes
3. Wenn es den gütigen und gerechten Gott der Christen wirklich gäbe, wieso lässt er dann all das Unrecht (an Unschuldigen) auf der Welt zu?
4. Wieso ist unsere Welt überhaupt in einem so unvollkommenen Zustand, wenn Er angeblich so vollkommen ist?

Zu diesen vier Punkten kommen sicher noch etliche andere Argumente hinzu …

Christliche Argumentation:

1. Ich habe Gott in meinem Leben in vielfacher Weise erlebt
2. ähnliche Berichte anderer Gläubiger kann ich total nachvollziehen. Sie bestätigen nur, was ich selbst erlebt habe und glaube
3. Ich sehe, dass das Elend auf der Welt und es ist vollkommen klar, dass Gott es zugelässt. Warum? Die Bibel spricht vom Sündenfall und einer post-paradiesischen Welt …. das lässt mich Einiges erahnen, auch wenn ich nicht bei weitem nicht Alles verstehe
4. Ich halte – trotz alles Unverständlichem in der Welt – dennoch an meiner Überzeugung fest, dass Gott gut und gerecht ist. Denn so erlebe ich Ihn in meinem ganz persönlichen Leben!

Auch hier kommen natürlich noch andere Argumente hinzu

Wenn man beide Argumentationen sich anschaut, so kommt in etwa folgende Gleichung dabei heraus:

Atheist: keine bewussten Gotteserfahrungen + Zustand der Welt = Es gibt keinen Gott

Christ:   geglaubte Gotteserfahrungen +  (trotz) Zustand der Welt = Es gibt einen Gott

Was also macht den Unterschied aus? Die fehlende oder geglaubte Gotteserfahrung

 

 

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Levitationen – oder das freie Schweben in der Luft

Die Verzückungen kamen mit solcher Gewalt über sie, dass sie sich umsonst zu Wehr setzte. Dabei erhob sich ihr Körper von selbst vom Boden und schwebte frei in der Luft über der Erde, während ihr Antlitz eigenartig zu leuchten begann. …

Nicht nur Nonnen sahen dieses Schweben, auch Damen der Gesellschaft waren einmal zugegen, als ihr dies während einer Predigt widerfuhr, was ihrem fraulichem Schamgefühl peinlich war.

(aus „Teresa … “ von Walter Nigg)

Teresa von Avila gilt als eine der großen Mystikerinnen des Mittelalters und es kann eigentlich keinen ernsthaften Zweifel an den Schwebezuständen (Levitation) geben, geriet sie doch u. a. deswegen in den Verdacht dämonischer Besessenheit von Seiten der katholischen Obrigkeit. Später wurde es dann aber als göttliches Wirken angesehen.

Ein anderer recht gut belegter Fall ist „Der fliegende Josef“;

Die Levitation des heiligen Josef von Copertino oder St. Copetrtino (1603-1663) ist ein gut dokumentierter Fall über das freie Fliegen eines Menschen ohne Hilfsmittel.

St. Joseph von Copertino schwebte manchmal nur einige Zentimeter über dem Boden, flog aber auch hoch in die Luft. Das geschah teilweise vor großen Menschenmengen in ganz Italien. Der Prozess seiner Heiligsprechung beinhaltete eine eingehende Prüfung. So wurden in diesem Fall viele schriftliche Aufzeichnungen, darunter 150 Augenzeugenberichte, mit detaillierten Informationen über St. Copertinos Levitationen ausgewertet.

Diese hielten einer Überprüfung stand. Die Aufzeichnungen erstreckten sich über 35 Jahre und enthielten Zeugen auf höchsten gesellschaftlichen Ebenen, darunter Kardinäle, ein Papst und selbst Inquisitoren.

Zu dieser Zeit besaß die Kirche keine Motive, um einen vorgeblichen Wundertäter zu fördern. Über die Jahre erfuhr St. Copertino genauso viel Misstrauen wie Offenheit durch die Kirche. Man schickte ihn von einer Stadt in die andere und er erhielt auch Drohungen, seine Levitationen zu unterlassen, da sich, wo immer er sich auch aufhielt, sofort eine große Gruppe von Anhängern um ihn bildete.

Die Kirche hätte St. Copertino leicht als Häretiker abstempeln und seine Levitationen als Symptom dämonischer Besessenheit beurteilen können. Er musste sich auch tatsächlich einem Verfahren stellen. Aber der Inquisitor hatte keine geheimen Motive erkennen können. Copertino war völlig demütig und schämte sich wegen seiner Fähigkeiten.

Seine Levtationen geschahen nicht absichtlich, sondern in einem Zustand der Extase. In bestimmten Momenten schien St. Copertino so gerührt zu sein, dass er in einen anderen Bewusstseinszustand eintrat und zu schweben begann. Er vergaß alles um sich herum, obwohl er mit seinem Verhalten Aufsehen erregte.

Der Wissenschaftler Dr. Michael Grosso hat ein Buch über diesen besonderen historischen Fall von Levitation verfasst „The Man Who Could Fly: St. Joseph of Copertino and the Mystery of Levitation“. 

Bereits 1753 verfasste Angelo Pastroviechi das Buch „Kurzer Inbegriff des Lebens und der Tugenden und Wunder des seligen Joseph von Copertino“  ( Quelle: hier )

Viele Persönlichkeiten hatten großes Interesse, selbst Augenzeuge dieses Wunders zu werden. Unter anderem haben Prinzessin Maria von Savoyen und König Johann II Kasimir von Polen ihre Beobachtungen unter Eid bestätigt. (Wikipedia)

Sicherlich allgemein bekannt ist, dass solche Levitationen im Buddhismus/Hinduismus vielfach berichtete und überlieferte Phänomen sind. Aber es gibt sie – angeblich – auch in ganz weltlichen Bereichen:

In neuerer Zeit erregte auch Daniel Dunglas Home (1833–1886) aus Currie nahe Edinburgh, Schottland, großes Aufsehen. Er zeigte seine unerklärlichen Kunststücke regelmäßig einem großen Publikum. Bekannte Persönlichkeiten und Skeptiker haben das beobachtet, darunter Napoleon III, Fürst Metternich, die britische Königin, Mark Twain, Thackeray, John Ruskin, Rosetti und Edward Buyler-Loyton. Keiner der Versuche, ihm Betrug nachzuweisen, gelang.

Der an Parapsychologie sehr interessierte William Crookes, Präsident der Royal Society, schrieb im damals wichtigsten Wissenschaftsblatt, dem „Quarterly Journal of Science“, welch innerer Widerstreit in ihm herrscht zwischen seinem unumstößlichen Wissen und dem mit Augen und Händen Erlebten. In seiner spektakulärsten Vorführung soll Home in London aus einem Fenster im dritten Stockwerk und durch ein anderes wieder in dasselbe Haus geflogen sein. (Wikipedia)

Gut, wie aber soll(t)en wir dieses Phänomen Levitation nun bewerten? Persönlich hege ich keinen Zweifel an dem Phänomen selber, finde aber eine Bewertung schwierig … ist es göttlich, dämonisch oder eine erweiterte menschliche Fähigkeit im Zustande der Ekstase oder des Trance? Oder kommt es vielleicht auf den äußeren Zusammenhang an? Ist es mal göttlich, mal dämonisch und manchmal eine erweiterte menschliche Fähigkeit?

Es gibt ja die Legende von Simon, dem Magier, der angeblich in einem Wunderwettbewerb (vor Publikum) einen Vogelflug absolvierte. Sein angebliches Pech war, dass Petrus ein Gebet sprach und er plötzlich wie ein Stein zu Boden fiel

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Stefan und ein schwieriger Neustart

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Als ich spätabends eine rauchgeschwängerte und lärmige Kneipe in der Bremer Innenstadt betrat, fiel mein prüfender Blick auf einen Mann meines Alters mit schulterlangen dunklen Haaren, der alleine an einem Tisch vor einem Glas Bier saß und vor sich hinstarrte. Ich erkannte ihn sogleich. Es war Stefan, den ich flüchtig vom Schachspielen her kannte. Ich holte mir ebenfalls ein Bier und ging zu seinem Tisch. „Hallo“, sagte ich, „darf ich mich zu dir setzen?“ Er blickte kurz auf und sagte dann: „Klar, habe nichts dagegen!“

Während ich mich also zu ihm setze begann er sich seelenruhig eine Zigarette zu drehen. Als er fertig war, fragte er mich: „Rauchst du?“ Ich verneinte und so steckte er den Tabakbeutel wieder ein, zündete sich seine Zigarette an und starrte wieder vor sich hin.

Nun ist der Bremer an sich nicht gerade als redselig bekannt, aber eine solche Schweigsamkeit war mir noch nicht untergekommen. Ich ließ mich aber nicht entmutigen, schließlich war ich ja ein Mann mit einer Mission. Und so begann ich über unser gemeinsames Hobby, das Schachspielen, zu sprechen. Mit recht mäßigem Erfolg, denn sein Beitrag an unserer Unterhaltung beschränkte sich auf einige recht einsilbige Kommentare. Unter normalen Bedingungen ein Grund sein Bier auszutrinken und weiterzuziehen. Aber ich blieb, denn ich war ein Mann mit einer Mission.

Und so lenkte ich geschickt meine Worte in Richtung christlichen Glauben: „Weißt du eigentlich, dass ich Christ bin?“ Er schaute kurz auf und sagte: „Nein, das wusste ich nicht!“ Dann nahm er wieder die vorherige Grundposition ein, während ich ihm nun von meinen Glauben und meinen Erlebnissen zu erzählen begann.

Der Platz für ein solches Missionsgespräch hätte nicht ungünstiger gewählt sein können, den wir saßen direkt unter zwei großen Boxen und die entströmende Musik bewegte sich größtenteils am Anschlag. Aber dies war für einen Mann mit einer Mission kein Hinderungsgrund, eher eine Herausforderung. Und so erzählte und erzählte ich, während Stefan stoisch vor sich hinstarrte, Bier trank und sich ab und an eine neue Zigarette drehte und gelegentlich einen einsilbigen Kommentar absonderte.

Nach etwa drei Stunden, also schon weit nach Mitternacht, war ich total erschöpft. Mein Kopf dröhnte, meine Augen tränten  und meine Stimme bewegte sich deutlich vernehmnar Richtung Heiserheit. „Du“, sagte ich,“ ich muss hier raus!“ „Ok“, sagte er, “ ich komme mit!“ Wie sich herausstellte wohnten wir gar nicht weit voneinander entfernt und so begleitete er mich noch bis zu meiner Haustüre. „Ja, bis dann mal“, sagte ich zum Abschied. „Ja, bis dann!“ sagte er.

*

Etwa eine Woche später, ich hatte den Abend  schon längst wieder vergessen, hatte ich gerade meine Wohnung verlassen, als ich zu meiner Überraschung Stefan die Strasse entlangkommen sah. „Hallo“, sagte er, „ich wollte gerade zu dir!“ Ich schaute ihn erstaunt an: „Einfach so oder gibt es einen Grund?“ „Es gibt einen Grund“, sagte er, “ ich möchte mich zu Jesus bekehren.“

Ich glaubte meinen Ohren nicht zu trauen. „Na, dann komm rein!“ lud ich ihn in meine Wohnung ein. An diesem Tag übergab Stefan im Gebet tatsächlich sein Leben an Jesus.

*

Die meisten Menschen, die zum Glauben an Jesus kommen, blühen danach regelrecht auf. Bei Stefan aber war genau das Gegenteil der Fall. Es war als wenn eine Lawine in seinem Innern losgetreten worden wäre. Er sah plötzlich überall Dämonen und geheimnisvolle Zeichen, die ihm verboten zu essen. Binnen vier Wochen war er nur noch Haut und Knochen! Und regelrecht verzweifelt! Oft redete er wirres Zeug!

Ich redete mit Engelszungen auf ihn ein, dass er etwas essen müsse. Das ihm nichts geschehen würde … aber es war nichts zu machen. Die Zeichen verboten es ihm! Ganz offensichtlich war er in eine Art religiöse  Psychose geraten. Und ich war außerstande ihm darauszuhelfen, da er auch keine Ratschläge von mir annahm … sondern nur auf die Zeichen achtete. Schließlich konnte ich das Elend nicht länger mit ansehen. Ich schottete mich von ihm ab und überließ ihn ganz der Gnade Gottes. Nur ER würde ihm noch helfen können.

Einige Wochen später verließ ich Bremen und zog wieder nach Düsseldorf.

*

Ehrlich gesagt war ich nicht wenig überrascht, als ich etwa ein Jahr später einen Brief von Stefan erhielt. Er hatte meine Adresse über einen gemeinsamen Bekannten erfahren und schrieb, dass alles sich bei ihm zum Guten gewendet hätte. Er wäre einige Zeit in einer psychiatrischen Klinik gewesen … danach sei es langsam aber stetig aufwärts gegangen. Er habe jetzt eine Arbeit, eine Freundin und besuche regelmäßig die Gottesdienste einer freikirchlichen Gemeinde.

Dem Brief war ein Foto beigefügt, dass seine Verwandlung augenscheinlich bestätigte. Darauf war ein Mann mit kurzgeschnittem Haar, einem freundlich strahlenden Gesicht und von schlanker aber kräftiger Gestalt zu sehen. Kein Vergleich zu dem Bild des Jammers aus meiner Erinnerung. „Jesus hat dieses Wunder getan! Danke für alles … Stefan!“ endete der Brief.

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Von der Sehnsucht nach Ewigkeit in unseren Herzen

Glaube

Der Mensch ist – in der Regel – zutiefst verunsichert, was sein eigenes Dasein betrifft. Er spürt, dass da irgendetwas nicht stimmt. In ein Geschehen voll verwirrender Dinge hineingeworfen, fühlt er sich gefährdet und bedrängt. Mit der absoluten Gewissheit, dass am Ende der Tod auf ihn/sie wartet. Welch eine deprimierende Aussicht!

Manche Menschen aber können und wollen sich damit nicht so ohne Weiteres abfinden. Wie beispielsweise Ken Wilbers. Aus den tieferen Schichten des Seins bahnte sich da etwas den Weg ins Bewusstsein …

Andere  Fragen , mit denen Biochemie, Medizin und Naturwissenschaften sich im Allgemeinen nicht befassen, drängten sich für mich in den Vordergrund, alberne Fragen wie  Wer bin ich?Was ist der Sinn des LebensWeshalb bin ich hier?  ( Ken Wilbers)

Ken Wilbers war in seinen jüngeren Jahren sehr in seine naturwissenschaftliche Ausbildung zum Biochemiker involviert, spürte aber, dass ihm etwas Entscheidendes fehlte:

Ich hatte mich Jahr um Jahr in das Studium der Naturwissenschaften vertieft, um schließlich auf die jämmerliche Erkenntnis zu stoßen, dass die Naturwissenschaften … nein, nicht falsch, sondern unglaublich beschränkt und engstirnig sind. … alles was irgendwie mit Seele, Geist, Gott oder Ewigkeit zu tun hatte, galt als unwissenschaftlich und somit als unwirklich.  … Ich stürzte mich wie besessen auf die großen Religionen, Philosophien und Psychologien in Ost und West

Was mich hier wirklich fasziniert ist, mit welcher glaubwürdigen Offenheit Wilbers hier von seiner Sehnsucht nach mehr als nur unzulänglicher naturwissenschaftlicher Weltbetrachtung berichtet. Er sucht nach existentiellen Antworten, etwas was seinen Hunger und Durst nach wirklicher Sinnerfüllung, … Ewigkeit stillen könnte.

Ich denke, dass es immer ein großartiger Moment im Leben eines Menschen ist, wenn er/sie sich dieser Sehnsucht bewusst wird , sich das eingesteht und sich ernsthaft auf die Suche begibt. Ohne sich sicher sein zu können, ob er/sie auch fündig werden wird.

Ein solcher Mensch war auch der heilige Augustinus. Nach jahrelangem Suchen und  Ringen um die Wahrheit hatte er ein sogenanntes Schlüsselerlebnis, welches er als eine Offenbarung Gottes deutete. Und von ihm stammt auch jener denkwürdige Satz, der bis heute sich erhalten hat: „Ganz und gar unruhig war meine Seele, bis sie Ruhe fand in dir , o Gott!“

Ken Wilbers ging einen anderen Weg hinein in die östliche Mystik und die transpersonale Psychologie. Aus meiner Sicht ein Irrweg, aber gut … wer sucht hat keine Garantie auch die Wahrheit zu finden. Aber er/sie hat es zumindest versucht.

Meine ganz persönliche Sinnsuche endete übrigens wie folgt: Tiefer innerer Frieden

 

 

 

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Die Wunder von Lourdes

Von den Wunderheilungen zu Lourdes (hier anclicken)

ist ja schon viel berichtet worden. Ob sie wirklich, wie behauptet, göttlichen Ursprungs sind, möchte ich dahingestellt sein lassen. Ich weiß es schlichtweg nicht …!? Aber an ihrem Vorhandensein kann eigentlich kein vernünftiger Zweifel bestehen:

“ Von den bislang rund 7000 Heilungen, die in Lourdes seit 1858 verzeichnet wurden, sind nach Angaben der Wallfahrtsstätte in Lourdes 68 als Wunder anerkannt worden. Zuletzt war es im Jahr 2012 der Fall der italienischen Ordensschwester Luigina Traverso, die an einer Beinlähmung litt und in der Mariengrotte geheilt wurde.

Theiß kennt die Akte bis ins letzte Detail: „Sie hat uns Jahre beschäftigt.“ Denn die Heilung der heute 79 Jahre alten Nonne geht bereits auf das Jahr 1965 zurück. Damals war sie mit ihrem gelähmten Bein auf einer Tragbahre in den Gottesdienst getragen worden – und konnte plötzlich den Fuß wieder bewegen. „Sie ist heute noch gesund“, sagt Theiß. Eine medizinische Erklärung für die Heilung gebe es auch nach eingehender Prüfung „nach dem heutigen Stand der Wissenschaft“ nicht.“  (Auszug über ein kritisches Gutachten von Prof. Theiß)

Persönlich bin ich davon überzeugt, dass bei solchen Wunderheilungen ein übernatürlicher Eingriff vorliegt … möchte es aber bei dieser allgemeinen Aussage belassen … (als normaler Christ stehe ich Marienerscheinungen etwas skeptisch gegenüber)

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Über Mathematiker und Intuitiv-Erkennende

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„Die Mathematiker, die  nur Mathematiker sind, haben dennoch einen klaren Verstand, vorausgesetzt dass man ihnen alles mit Definitionen und Prinzipien erklärt. Sonst sind sie verworren und unerträglich, denn sie sind nur klar bei eindeutigen Prinzipien …

Dagegen sind die Prinzipien des intuitiven Erkennens allgemein anwendbar und und jedem gegenwärtig. Man braucht sich ihnen nur zuzuwenden, ohne sich Gewalt anzutun. Es kommt nur darauf an einen scharfen Blick (einen wachen Geist) zu haben“

 Obiges Zitat stammt von  Blaise Pascal (1623 -1662) ,  einem berühmten Mathematiker, Philosophen und Christen. In seinem bekannten  philosophischen Werk „Logik des Herzens“ erteilte er der rein mathematisch-naturwissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung eine klare Absage. Dies ist natürlich um so bemerkenswerter, da er selber ein anerkannter Mathematiker war.

Aber neben der rein mathematisch-logischen Erkenntnisgewinnung mit klarer Methodik und eindeutigen Beweisen gab es für ihn auch das intuive Erkennen einer Wahrheit, auch wenn sie nicht im naturwissenschaftlichen oder mathematischen Sinne  beweisbar ist. Ich möchte diese intuitive Erkenntnisgewinnung an einem Beispiel demonstrieren: Ein ermutigender Zufall

Ich denke, dass wir uns alle einig darüber sind, dass es sich bei dieser Begebenheit um ein äußerst erstaunliches Ereignis handelt. Es auf einen normal Außenstehenden so wirkt, als hätten Joachim und ich uns im Vorfeld abgesprochen gehabt. Was aber nicht der Fall gewesen war.

Wie würde nun Pascals „Mathematiker“ an die Sache herangehen? Nun, wahrscheinlich würden sie sagen, dass – alleine auf diesen einen Gottesdienst bezogen – das Auswählen zweier neben einanderstehenden Bibelverse schon recht unwahrscheinlich ist, aber wenn man weltweit alle Gottesdienste mit einer vergleichbaren Situation hinzuzieht, es halt irgendwann – statistisch gesehen – einmal  passiert.

Nun will ich nicht abstreiten, dass diese mathematische Logik eine gewisse nachvollziehbare Plausibilität hat. Wenn du beim Roulette 100x mal auf die 17 setzt,  ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass sie einmal auch kommt. Einmal auf die 17 gesetzt und sie kommt, ist dagegen schon unwahrscheinlicher.

 Den Fehler, den viele „Mathematiker“ allerdings nun machen ist, dass sie diesen Fall damit als erledigt betrachten. Für sie wäre es mathematisch erwiesen, dass – im vorliegenden Fall – eigentlich gar nichts Besonderes passiert, sondern statistisch gesehen etwas höchst Wahrscheinliches geschehen sei. Ein Urteil, welches Blaise Pascal und alle anderen Intuitiv-Erkennenden allerdings auf die Barrikaden bringen würde!

Denn der Intuitiv-Erkennende spürt, dass es sich hier nicht um ein mathematisches Problem, sondern um ein ganz und gar außergewöhnliches Ereignis handelt. Eines, was ihn – besonders als unmittelbar Beteiligten -, in seinem Innern berührt. Er ahnt oder glaubt, dass da eine lenkende Kraft hintersteckt und es sich um ein (göttliches) Zeichen handelt . Für ihn wird so die „Gegenwart Gottes“ erfahrbar.

 Wer hat nun Recht? Diese Frage ist an dieser Stelle natürlich nicht eindeutig zu beantworten, aber …

… meiner Ansicht nach sollte sich hier der „Mathematiker“ etwas mehr bewegen  als der „Intuitiv-Erkennende“ … alles auf mathematisch – naturwissenschaftliche Beweisführung und Methodik reduzieren zu wollen, wäre angesichts der Komplexität des Lebens wirklich eine Farce … andererseits sollte sich der Intuitiv-Erkenndende aber auch nicht total den naturwissenschaftlichen Erkenntnissen/Sichtweisen verschließen. Da könnte sicherlich auch für ihn etliches Nützliche dabeisein!

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Nach vorne schauen!

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Eins aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist, und jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus. (Philipper 3,13 + 14)

Dies sind Worte des schon älter gewordenen Paulus, der den größten Teil seiner Wegstrecke schon (erfolgreich) hinter sich gebracht hatte. Und vielleicht ist da auch schon einige Male der Gedanke aufgeblitzt: „Ich könnte es jetzt ja mal was kürzer treten, es ruhiger angehen lassen! Sollen Andere  doch jetzt mal machen!“ Wer wollte ihm so etwas verdenken?

Aber Paulus macht hier unmissverständlich klar, dass es für ihn kein „Ausruhen auf den Lorbeeren“ gibt: „Ich vergesse, was dahinten ist!“ Warum? Weil es  eigentlich doch nicht so toll war? Keineswegs! Nein, er wollte es vergessen, weil er seine ganze Konzentration auf das Ziel und die noch vor ihm liegende Wegstrecke richten wollte.

Fast will es erscheinen als ob Paulus auf diesem letzten Wegabschnitt mit dem schon deutlich näher gerückten Ziel noch einmal seine Anstrengungen verdoppeln wollte, anstatt das Leben ruhig austrudeln zu lassen: „Jetzt nur nicht nachlassen und schlappmachen!“

Sicher gilt es immer die eigene, persönliche Lebenssituation zu beachten. Aber ich denke eines kann man von Paulus – als Christ – lernen. Es gilt den eigenen von Gott vorgesehenen Weg  wirklich konsequent bis an sein Ende durchzugehen. Natürlich gemäß dem eigenen Vermögen und der geschenkten Kraft.

Und eines scheint mir hierbei auch noch wichtig zu sein. Auch wenn das Ziel schon deutlich näher gekommen sein mag als beim Start, so ist es aber immer der  nächste Schritt, den es zu beachten und gut auszuführen gilt. So wie allzu intensive Rückschau die Konzentration hindern kann, so kann es ebenso die allzu häufige und zu weite Vorausschau. Der konkrete Blick auf die direkt vor einem liegenden Dinge ist das Beste. Und dann einfach Schritt für Schritt weitergehen. dann wird es schon werden!

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Sind Nahtoderlebnisse wirklich nur ein „Nachbrennen“ des Gehirns?

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Berichte von Nahtoderfahrungen überlebender Patienten – betroffen ist etwa jeder fünfte – waren lang ein Trost für alle, die auf ein Leben nach dem Tod hoffen. Seit langem jedoch vermuten Wissenschaftler einen ganz anderen Hintergrund: Das sterbende Gehirn suggeriere dem Todgeweihten den tröstlichen Ausblick aufs Paradies, um ihm den Abschied zu erleichtern – letztlich eine Halluzination als Gnade der Natur.

Nun können Wissenschaftler der Universität Michigan mit Forschungsergebnissen aufwarten, die der Fraktion der Ungläubigen kräftig Auftrieb verschaffen: Demnach könnte ein bislang unbekannter sprunghafter Anstieg der Hirnaktivität kurz nach dem Tod für die Wahrnehmungen verantwortlich sein.

…  Studienobjekte waren neun Ratten. Deren Hirnwellen starben nach dem Herzversagen keineswegs sofort mit ab, sondern zeigten vielmehr einen sprunghaften Anstieg. „Viele Leute glaubten, dass das Gehirn nach dem klinischen Tod inaktiv oder zumindest hypoaktiv (unter-aktiv) sei“, so Borjigin, die selbst über ihre Forschungsergebnisse staunt. „Wenn überhaupt, dann ist es während des Sterbens noch viel aktiver, als im normalen Wachzustand.“ 

Unter bestimmten noch wenig bekannten und „verwirrenden“ Umständen – wie eben der Nahtoderfahrung – sei das Gehirn „überstimuliert und hyper-erregt“. Das zeigten die Rattengehirne sehr deutlich: In den 30 Sekunden nach dem Herztod konnten die Mediziner einen steilen Anstieg der Frequenz von Gammawellen nachweisen, die im Hirn erst seit wenigen Jahren messbar sind. Sie gelten als Beweis für menschliches Bewusstsein.

(Auszug aus einem  online-Artikel)

Kurzum, anhand des Rattenexperiments gehen manche Wissenschaftler davon aus, dass das menschliche Gehirn etwa 30 Sekunden „nachbrenne“ und so sich die häufig berichteten Nahtoderlebnisse erklären lassen.

Die Sache hat aber leider einen Haken. Es gibt Berichte von Nahtoderlebnissen, die nachweislich 2-3 Minuten gedauert haben


Das Herz steht still, die Geräte zeigen keine Hirnaktivität an, ein Arzt lädt die Kontakte des Defibrillators auf und setzt an. „In der nächsten Sekunde war ich dort oben, sah auf mich herunter, auf die Krankenschwester und den Mann mit der Glatze“, berichtet ein 57-jähriger Patient.

Der Mann mit der Glatze und die Schwester waren offensichtlich erfolgreich. Anders hätten die Forscher um Sam Parnia von der State University of New York at Stony Brook wohl nie von der Erfahrung des Patienten erfahren. Sein Bericht ist nur einer von vielen: Die Wissenschaftler haben die Daten von 2060 Herzstillstand-Patienten aus den USA, Großbritannien und Österreich untersucht.

Das Gehirn stelle seine messbare Aktivität in der Regel spätestens 30 Sekunden nach dem Herzstillstand ein, schreiben Parnia und seine Kollegen. Doch das passe nicht mit manchen Erfahrungsberichten zusammen, wie etwa dem des 57-jährigen Patienten. (!!!)

„Wir schätzen, dass er nach dem Herzstillstand noch mehrere Minuten lang bei Bewusstsein war“, schreiben die Forscher. Der Mann hätte von zwei Pieptönen berichtet, die eine Maschine im Raum abgegeben habe. Das geschehe jedoch nur alle drei Minuten. Die Wissenschaftler sahen die Aussagen des 57-Jährigen als erwiesen an, nachdem sie seine Aussagen über Personen, Geräusche und Vorgänge dem tatsächlichen Geschehen abglichen hatten (Auszug aus einem Wissenschaftsartikel von „Spiegel online“)

Hier ein persönlicher Erfahrungsbericht eines „Nahtod- Erfahrenen“:

Erfahrungsbericht (Video)

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Gibt es wirklich nur einen einzigen Weg zu Gott?

Johannesvers

Kulturell betrachtet bin ich eine Christin, nicht aber in theologischer Hinsicht. … kann ich jene unumstößliche Regel des Christentums, die besagt, dass Christus der alleinige Weg zu Gott sei, einfach nicht schlucken  (Elisabeth Gilbert)

Zwecks einer intensiveren Gottsuche hatte sich die junge Amerikanerin  Elisabeth Gilbert in einen  indischen Ashram begeben und später ihre Erfahrungen in einem Buch verarbeitet. Kurz gesagt glaubt sie einen direkten, mystischen Weg zu Gott gefunden zu haben, der über Yoga, Medidation und Gebet geht.

Und ihr ist auch vollkommen egal wie man jenes höchste Wesen nennt. Shiva, Jahwe, Gott, Allah, Brahma, Zeus usw. … sind für sie alles Bezeichnungen ein und desselben anbetungswürdigen Wesens. Und Mystiker aller Religionen legen Zeugnis ab, dass dieser direkte Zugang zu IHM möglich sei.

Natürlich hat diese Vorstellung eines direkten Zugangs zu Gott für jedermann/-frau einen großen Reiz. Und ich  möchte auch nicht behaupten, dass bei diesem Versuch nicht wirklich spirituell etwas passiert. Aber ich habe da so meine Zweifel, ob das dann wirklich etwas mit dem Gott zu tun hat, mit dem ich mich – über Jesus – verbunden fühle.

„Ah, klar! Wieder einer dieser verbohrten Christen, die sich im Besitz der allein seligmachen Wahrheit wähnen!“ mag jetzt so mancher angewidert denken. Dies stimmt zwar, aber dies war keineswegs immer so. Bevor ich durch dramatische Begebenheiten 1985 Christ wurde, war mir die Vorstellung eines einzigen Weges zu Gott durchaus abwegig: Der Missionar vom Bodensee

Es würde an dieser Stelle jetzt zu weit führen darzulegen warum ich an der Überzeugung eines einzigen Weges zu Gott – so wie es die Bibel behauptet – festhalte. Aber ganz sicher spielt das folgende Erlebnis da keine unerhebliche Rolle: Die fünf Wolken

Bist du nach wie vor skeptisch? Ich kann es verstehen … man braucht oft eine eigene echte Gotteserfahrung um dann  sicherer zu werden. Und die wünsche ich Dir dann auch! Sei einfach offen dafür!

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Die Geister, die ich rief … !?

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Ohne jetzt nun alle „Erkenntnisgewinne“ der Aufklärung in Frage stellen zu wollen, ist – meiner Ansicht nach – aber ein wesentliches Wissen verlorengegangen: Die Realität des dämonisch-okkulten!

So wird Goethes Faust zwar für Weltliteratur gehalten wird , – und sein Zauberlehrling ist vermutlich immer noch Schullektüre  – , aber beides wird doch wohl eher als ein Phantasie-produkt ohne jeglichen Realitätsbezug betrachtet.  Etwas, was man eher psychologisch deuten sollte.

Persönlich könnte ich mir vorstellen, dass Goethe vielleicht in einer gewissen Phase seines Lebens  sich – wie sein Protagonist Heinrich Faust – ein wenig „der Magie ergeben hat“ …  oder zumindest in diesen Bereich hineingeschnuppert hat. Aber das bleibt Spekulation.

Keine Spekulation ist, dass Thomas Mann an drei „Seancen“  bei einem gewissen Baron Schenk – Nortzing teilgenommen hat  und seine dortigen Erfahrungen in einem Buch verarbeitet hat:   hier

So „gruselig“ das sein mag, was Thomas Mann erlebt hat,  ist es nichts im Vergleich zu dem, was mir in meiner „spiritistischen Phase“ (1985) widerfahren ist … die Geister, die ich gerufen hatte, – der „Zauberlehrling“ lässt grüssen – , lösten die größte Krise meines Lebens aus:    Ein Blitz aus heiterem Himmel

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Ist es wahr oder die wirkmächtigste Lüge aller Zeiten?

Johannesvers

Den ersten Bericht habe ich verfaßt, o Theophilus, über alles, was Jesus anfing zu tun und zu lehren bis zu dem Tag, da er [in den Himmel] aufgenommen wurde, nachdem er den Aposteln, die er erwählt hatte, durch den Heiligen Geist Befehl gegeben hatte. Ihnen erwies er sich auch nach seinem Leiden als lebendig durch viele sichere Kennzeichen, indem er ihnen während 40 Tagen erschien und über das Reich Gottes redete.

Mit diesen Worten beginnt die Apostelgeschichte des Lukas. Und er macht gleich unmissverständlich klar, dass die Auferstehung Jesu von den Toten für ihn eine bewiesene Tatsache sei: „Ihnen erwies er sich auch nach seinem Leiden als lebendig durch viele sichere Kennzeichen, indem er ihnen während 40 Tagen erschien“

Dies ist natürlich eine Aussage von ungeheurer Tragweite.  Wenn es stimmt, dass Jesus wirklich von den Toten auferstanden ist und dann über 40 Tage den Aposteln erschien und sich mit ihnen Anweisungen für die zukünftige Zeit gab, haben wir es bei Jesus wohl wirklich mit dem Sohn Gottes zu tun! Andernfalls … wäre es – auch angesichts gegenwärtig zwei Milliarden Christen – die wirkmächtigste Lüge aller Zeiten!

Haben die 11 Apostel und ihr engerer Kreis ein Komplott geschmiedet, die Auferstehung Jesu und sein 40 tägiges Erscheinen bloß erfunden, um eine  verlorene Sache – den Tod ihres geliebten Meisters – noch in einen Sieg umwandeln zu können? Oder sind wahrhaftige Zeugen eines geradezu unglaublichen Ereignisses geworden?

Die ersten Apostel haben die Wahrheit gekannt, wir Nachgeborene können ihrem Zeugnis glauben oder auch nicht!

Für mich persönlich besteht allerdings – aufgrund meiner eigenen Erfahrungen   (hier anclicken)  – kein Zweifel, dass sie die Wahrheit gesagt haben … aber dies muss letztendlich tatsächlich jeder für sich selber herausfinden.

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Steh auf!

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Es ist leicht zu jemanden zu sagen: „Steh auf!“, wenn derjenige aus eigener Kraft dazu in der Lage ist. Aber was ist, wenn er oder sie das nicht (mehr) kann? Wie in der folgenden biblischen Geschichte

Der Jüngling von Nain!

Und es begab sich danach, dass er (Jesus) in eine Stadt mit Namen Nain ging; und seine Jünger gingen mit ihm und eine große Menge. Als er aber nahe an das Stadttor kam, siehe, da trug man einen Toten heraus, der der einzige Sohn seiner Mutter war, und sie war eine Witwe; und eine große Menge aus der Stadt ging mit ihr. Und als sie der Herr sah, jammerte sie ihn und er sprach zu ihr: Weine nicht! Und trat hinzu und berührte den Sarg, und die Träger blieben stehen. Und er sprach: Jüngling, ich sage dir, steh auf!

 Und der Tote richtete sich auf und fing an zu reden, und Jesus gab ihn seiner Mutter. Und Furcht ergriff sie alle, und sie priesen Gott und sprachen: Es ist ein großer Prophet unter uns aufgestanden, und: Gott hat sein Volk besucht. Und diese Kunde von ihm erscholl in ganz Judäa und im ganzen umliegenden Land. (Lukas 7, 11 – 17)

So wie von dem Herrn wird auch von seinem Knecht  eine ähnlich unmögliche Tat berichtet:

Paulus in Lystra

Und es war ein Mann in Lystra, der hatte schwache Füße und konnte nur sitzen; er war gelähmt von Mutterleib an und hatte noch nie gehen können. Der hörte Paulus reden. Und als dieser ihn ansah und merkte, dass er glaubte, ihm könne geholfen werden, sprach er mit lauter Stimme: Stell dich aufrecht auf deine Füße! Und er sprang auf und ging umher.

Als aber das Volk sah, was Paulus getan hatte, erhoben sie ihre Stimme und riefen auf Lykaonisch: Die Götter sind den Menschen gleich geworden und zu uns herabgekommen.
 Und sie nannten Barnabas Zeus und Paulus Hermes, weil er das Wort führt.  Und der Priester des Zeus aus dem Tempel vor ihrer Stadt brachte Stiere und Kränze vor das Tor und wollte opfern samt dem Volk.
Als das die Apostel Barnabas und Paulus hörten, zerrissen sie ihre Kleider und sprangen unter das Volk und schrien: Ihr Männer, was macht ihr da? Wir sind auch sterbliche Menschen wie ihr und predigen euch das Evangelium (Apostelgeschichte 14,8 ff)

„Gut, das sind alte Gerschichten, von denen man nicht so recht weiß ob sie sich wirklich (so) ereignet haben“, mag jetzt mancher denken. Aber was wäre, wenn sich solche Wunder auch heute noch ereignen würden?

Ich selber wurde 1987 Zeuge eines solchen Wunders: Das Schlüsselwunder von Frankfurt

 

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Das Schlüsselwunder von Frankfurt (1987)

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1987 fand in Frankfurt am Main eine große Glaubenskonferenz statt. Angekündigt war sie als fünftägige Firekonferenz mit dem vielversprechenden Untertitel: Evangelisation mit Zeichen und Wundern         

Die Konferenz fand in den großen Messehallen statt. Mehrere tausend Besucher täglich besuchten die unterschiedlichsten Veranstaltungen und als Ordner hatte ich da durchaus Einiges zu tun. Trotzdem bekam natürlich ich jede Menge von den Veranstaltungen mit und einige Erlebnisse haben sich tief in mein Gedächtnis eingeprägt.       
   So beispielsweise jene Nachmittagsveranstaltung, in der Loren Cunnigham, der damalige Leiter von „Jugend mit einer Mission“ vor Tausenden von Menschen sagte: „Gott hat uns im Gebet gezeigt, dass in Kürze die Berliner Mauer fallen wird!“                                                                 
   Ich war ehrlich gesagt ob der Ankündigung ziemlich gestaunt. Der Mann hatte wirklich einen guten Ruf zu verlieren. Um so etwas öffentlich zu sagen, musste er entweder tollkühn oder sich seiner Sache schon ziemlich sicher sein. Wie wir heute wissen, hat ihm die Geschichte  Recht gegeben.
    Herausragend aus allen den dort erlebten Geschichten ist aber die vom Samstagabend. Sie ist wirklich völlig außergewöhnlich! 

Jener besagte Samstag begann vormittags mit einem Lobpreismarsch durch die City von Frankfurt. Mit ein paar hundert anderen Christen zog ich christliche Lieder singend durch die Strassen. Zwischendurch gab es dann immer mal wieder eine Lautsprecherdurchsage eines Begleitfahrzeuges, in der zur Abendveranstaltung eingeladen wurde: „Egal wer ihr seid, kommt vorbei! Bringt Eure Kranken mit. Es wird heute Abend auch für Heilung gebetet werden. Und es werden Zeichen und Wunder geschehen. Hallelujah!“ So oder so ähnlich lauteten die Durchsagen. 
      Am Abend war dann die Haupthalle bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Predigt hielt Reinhard Bonnke, ein in der christlichen Szene bekannter Afrikamissionar. Wer einmal in die Videos reingeschaut hat, wo er vor Hunderttausenden von Afrikanern öffentlich predigt, der kann da kaum innerlich unbeteiligt bleiben. Aber das ist ein anderes Thema. 
    Am Ende der Predigt rief Bonnke wie üblich zur Entscheidung für Jesus auf. Und wie üblich in seinen Veranstaltungen kamen viele Menschen nach vorne, um ihr Leben Jesus zu übergeben.  Danach machte er einen zweiten Aufruf für Kranke: „Wenn du krank bist und geheilt werden möchtest, komm nach vorne. Jesus hat früher geheilt und wird es auch heute Abend wieder tun. Hallelujah! Preist den Herrn“. In der Halle echote es tausendfach „Hallelujah!“                           
    „Ja,“ brüllte Bonnke nun,“ er hat es getan und wird es wieder tun. „Kommt!“ Scharenweise strömten Menschen nach vorne und wurden dort von den Predigern und Seelsorgern in Empfang genommen.                                                                                              
 Ich stand in einer der hinteren Reihen und beobachtete, wie sich auf der großen Plattform viele kleine Gebetsgrüppchen bildeten und sich dort ein Eigenleben entwickelte. Ein Kamerateam des Hessischen Rundfunk kam auf die Bühne, filmte aber dezent im Hintergrund.
    Es mochten vielleicht fünf Minuten vergangen sein, als ich auf einmal eine junge, hübsche Frau in Hotpants den Mittelgang entlang laufen sah. Auf ihren Armen trug sie eine ältere Frau, die ganz offensichtlich nur noch aus Haut und Knochen bestand.  
     Vorne angekommen stieg sie den kleinen Seitenaufgang zur Plattform hoch und legte dort die ältere Frau dann auf dem Boden ab. Mehrere Minuten lang geschah nichts weiter. Die kleinen Gebetsgrüppchen waren mit sich selber beschäftigt und die junge Frau stand weiter neben der am Boden liegenden Frau. 
     Plötzlich löste sich ein Gebetsgrüppchen auf und wenige Sekunden später stürmte Bonnke herbei. Ein kurzer Wortwechsel mit der jungen Frau, dann schnappte es sich das Mikrophon, hob den linken Arm und sagte: „Bitte Ruhe im Saal, und alle Gebete auf der Bühne bitte stoppen!“  
     14000 Menschen stellten ihr Singen ein, und auch die Gebetsgruppen auf der Bühne schauten nun auf ihn, die junge und die ältere Frau. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können. Das Fernsehteam des Hessischen Fernsehens, dass sich bislang im Hintergrund gehalten hatte, schlich sich auf die Bühne ganz in die Nähe der drei Menschen im Fokus des Geschehens.
     Und dann fragte Bonnke die junge Frau auf die am Boden liegende Frau weisend: „Wer ist das?“ Sie antwortete: „Meine Mutter!“ „Was ist mit ihr? fragte Bonnke weiter. „Sie hat Krebs im Endstadium. Ich habe die Einladung heute Morgen bei dem Stadtmarsch gehört. Und da habe ich meine Mutter genommen und sie hergebracht.
    Bonnke beugte er sich runter zu der Frau und hielt ihr das Mikrophon hin: „Glaubst Du das Jesus dich heilen kann?“ Ein Moment Stille, dann hörte man ein brüchiges :“Ja, ich glaube das!“ 
      Sofort richtete Bonnke sich wieder auf und mit verkündete er lauter Stimme : „Jesus kann Dich nicht nur heilen, er wird Dich heute Abend von deinem Krebs heilen. Hallelujah!“ 
Ein Moment ungläubigen Staunens. Dann brach in der Halle ein Orkan los. „Hallelujah, Hallelujah, Hallelujah.“ Die Kameras des Fernsehteams schwenkten hinüber ins Publikum. Dann rückte das Team ganz nah an Bonnke und die beiden Frauen heran.  Grossaufnahme!

Ich hatte wie gebannt das Geschehen auf der Bühne verfolgt. Jetzt hat er sich aber ziemlich weit das Fenster hinausgehängt, ging es mir durch den Kopf. Wenn das Wunder jetzt nicht geschieht, ist er geliefert! Sie werden ihn in den Medien zerreißen.
    Aber Bonnke war schon weiter. „Herr Jesus, wir bitten dich, dass du den Glauben dieser beiden Frauen belohnst und den Krebs heilst!“, betete er gerade laut. Die Kameras waren nun voll auf ihn und die Frau gerichtet. Und dann der Befehl: „Im Namen Jesus. Steh auf!“ Die Frau blieb liegen!  
     Noch bevor eine peinliche Stille entstehen konnte, wendete er sich an das Publikum. „Bitte alle im Saal mitbeten !“ Im Saal begann ein viel tausend stimmiges Gemurmel. Und dann brüllte Bonnke: „In dem Namen Jesu! Steh auf!“ Gleichzeitig zog er sie mit einer Hand hoch.  
     Und dann stand sie! Ungläubig um sich schauend! Ihre Tochter schlug die Hände vor das Gesicht. Bonnke rief. „Geh! Geh!“ Die Frau begann einen Schritt zu machen. Bonnke brüllte: „Geh auf und ab ! Du bist geheilt! Jesus hat dich geheilt!“Und dann begann sie zu gehen. Einmal nach rechts, einmal nach links, die Kameras des Fernsehteams voll auf sie gerichtet.
       Im Saal und auf der Bühne brach ein unbeschreiblicher Tumult los. Mutter und Tochter lagen sich in den Armen, der Saal tobte. Und Bonnke brüllte alles übertönend: „Jesus hat es wieder getan! Halleeelluuujjaaaah!

 Am nächsten Morgen beim Abschlussgottesdienst der Firekonferenz 1987 war die Halle wieder bis auf den letzten Platz gefüllt. Erneut war Reinhard Bonnke der Hauptredner. Aber mit ziemlich heiserer Stimme. Er lächelte: „Man hat mich gefragt, wieso ich mir so sicher gewesen sei, dass die Frau geheilt werden würde.“ Eine Frage, die sich vermutlich alle am Vorabend gestellt haben.  
    „Nun“, fuhr er fort, „ich hatte gerade das Gebet für einen Kranken beendet, als ich so etwas wie einen elektrischen Schlag erhielt. Ich fuhr herum und sah inmitten all der Kranken und Betenden die Frau auf der Bühne liegen. Niemand schien sich um sie zu kümmern. Und genau in diesem Moment sagte eine innere Stimme zu mir: Das ist das Schlüsselwunder heute Abend!“
      Er machte eine bedeutungsvolle Pause und sagte dann: „Deshalb wusste ich, dass diese Frau geheilt werden würde!“

Ich muss sagen, dass mich diese Ereignis wirklich tief innerlich berührt hatte. Umso mehr befremdet war ich, als ich hörte, dass in einem Bericht des Hessischen Fernsehen dieses offensichtliche Wunder mit keiner Silbe erwähnt wurde.  
    Stattdessen wurde alles als „religiöse Abzocke“ hingestellt. Als Beweis wurden ausgiebig Kollektenaufrufe und das Einsammeln von Geldern gezeigt. Dazu ist zu sagen, dass die Durchführung solcher Veranstaltungen nun mal Geld kosten. 
  
 Bleibt noch Frage, was aus jener Frau geworden ist. Vielleicht war ja alles nur ein abgekartetes Spiel?  Ich habe ein Jahr später ein foto von jener Frau gesehen. Aus der„Haut du Knochen“- Frau war eine ganz normale ältere Frau geworden, die neben Bonnke stehend, freundlich lächelte.
     Das Foto gehörte zu einem Zeitungsartikel, in dem von der Firekonferenz im darauf folgenden Jahr berichtet wurde. Sie war dort als Ehrengast eingeladen und erzählte dort Tausenden von Zuhörern ihre Sichtweise der damaligen Ereignisse.
     Nach dem Heilungswunder hatte sie sich wieder untersuchen lassen. Und zu ihrer großen Verblüffung konnten die Ärzte, die vorher einen Krebs im Endstadium diagnostiziert und sie zum Sterben nach Hause geschickt hatten, keinen Krebs mehr finden. Laut ihrer eigenen Aussage, und deutlich sichtbar, hatte sie inzwischen etwa dreißig Kilo zugenommen und führte wieder ein ganz normales Leben. 
     Und damit endet meine kleine Erinnerung an ein recht denkwürdiges Ereignis. Nach nun beinahe fünfundzwanzig Jahren war es mir ein echtes Bedürfnis, es einmal niederzuschreiben und zu veröffentlichen.

Interessanter Link:
Reinhard Bonnke im Gespräch mit Günther Jauch 

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Der Rat einer Nonne

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Ich hatte mir gerade eine Tasse Kaffee in der Bahnhofskneipe geholt und blickte mich draußen suchend um. Aber die Tischen waren alle besetzt. Kein Wunder, an einem so schönen Sommertag wie heute! dachte ich. Doch plötzlich sah ich einen Tisch, an dem nur eine einzelne Person saß. Eine Frau in Nonnentracht!                                                    

Ich bewegte mich in Richtung des Tisches und fragte dann: „Entschuldigung, ist der Platz noch frei?“ Die kleine Frau mittleren Alters schaute mich freundlich an und sagte: „Aber ja! Bitte, setzen Sie sich!“ Und so setzte ich mich ihr gegenüber und mir war klar, dass dies  jetzt wohl kein Zufall sein konnte. Aber was war der Auftrag? Was sollte ich ihr sagen?

Nun muss ich dazu sagen, dass ich damals in der Bremer Zeit (1988-1997) gewohnt war, dass mir Menschen in den Weg gestellt oder zugeführt wurden, denen ich dann meist vom Glauben erzählt hatte. Aber einer Nonne, was sollte ich ihr denn erzählen? Sie war doch schon gläubig. Oder etwa nicht? Ich sprach sie an: „Sind Sie auf der Durchreise?“ 

Wir kamen  ins Gespräch und tatsächlich, wie ihr Koffer schon hatte vermuten lassen, machte sie nur einen Zwischenstopp in Bremen. Ich erzählte ihr ein wenig von meiner Bekehrung, meinem Bibelschulaufenthalt und meinen missionarischen Aktivitäten. Sie hatte freundlich blickend zugehört, stand aber nun auf: „Es tut mir leid, ich hätte Ihnen noch gerne weiter zugehört. Aber ich muss zum Zug!“

Sie hatte den Rollkoffer schon an der Hand, als sie sagte: „Darf ich Ihnen noch einen Rat geben?“ Ich schaute sie erstaunt an. „Ja, natürlich!“ Sie schaute mich freundlich an und sagte in einem intensiv – nachdrücklichen: „Bleiben Sie Jesus gegenüber so gehorsam. Folgen Sie dem Weg, den Er Sie führt.  Nur in Ihm und seinem Willen sind Sie wirklich gesichert!“

Als ich wenig später alleine am Tisch saß und über ihren seltsamen Rat nachdachte, begann mir langsam eine Erkenntnis zu dämmern: Nicht ich habe einen Auftrag gehabt, sondern die Nonne. Diese Begegnung war gefügt worden, weil mir eine  Botschaft zuteil werden sollte. Und ich muss sagen, dass es mir die Worte der Nonne in den späteren Jahren noch manches Mal ein Trost und/oder eine Ermahnung gewesen sind.

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Neutral bleiben angesichts einer bedrohlichen Möglichkeit?


Ich habe ja schon eine gewisse „Vernünftigkeit“ einer ag – oder ignostischen Position anerkannt: „Ich war viele Jahre meines Lebens – zwischen dem 14.- 27. Lebensjahr ein Ag- bzw. Ignostiker. Und dies halte ich auch für eine vernünftige Grundeinstellung, solange man nicht meint vernünftige Gründe für eine andere Überzeugung zu haben. Als Ag- bzw. Ignostiker hält man sich – zeitweise oder vielleicht für immer – sozusagen in einer Art neutralen Zone auf. „

Aber ist das auch eine sichere Zone, wo man mehr oder weniger gelassen abwarten kann, ob da vielleicht noch etwas nach dem Tode kommt? Ich denke, dass  diese Einstellung doch ein gewisses – vielleicht sogar berächtliches – Risiko in sich birgt

Seitdem die christliche Botschaft vor ca. 2000 ihren „Siegeszug“ über die Erde angetreten hat,- und ich beschränke mich der Einfachheit halber im Moment nur auf diese Religion –  steht folgende Behauptung  im Raume: 

Wenn also – wir nehmen das jetzt mal hyphothetisch an – der Glaube an Jesus tatsächlich Voraussetzung für den Erhalt eines ewigen Lebens wäre, wären nicht nur die Naturalisten, sondern auch die „neutralen“ Ag- und Ignostiker außen vor.

Der Mathematiker und Philosoph Blaise Pascal hat dies mal versucht das Risiko genauer zu bemessen. … Ich habe dies noch mal etwas zu verfeinern versucht:  Die Pascsalsche Wette in einer verbesserten Form

Fortsetzung folgt

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Ein gefährlicher „Teufelspakt“!

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Ich war wieder einmal abends missionarisch in Bremen unterwegs, als ich in einer Innenstadtkneipe den Lars am Tresen stehen sah. „Hallo“, begrüßte ich ihn, „was machst du denn hier an einem so unheiligen Ort?“ „Ach“, sagte er , „ich habe mal etwas Abstand vom Glauben genommen. Die Seite gewechselt, sozusagen!“ Ich schaute ihn überrascht an: „Wie habe ich das denn zu verstehen?“

Ich kannte Lars flüchtig aus einer Bremer Gemeinde und er hatte immer einen recht vernünftigen Eindruck auf mich gemacht. Ein im Glauben gefestigter junger Christ! Aber jetzt schien er mir auffallend nervös und fahrig zu sein. „Wie ich gesagt habe, ich habe die Seite gewechselt. Hinüber auf die dämonische Seite!“ Irritiert setzte ich mich neben ihn und bestellte erst mal ein Bier. „Erzähl mal“, sagte ich, „was ist passiert?“

Wie sich herausstellte zog er schon seit zwei Wochen umher, hatte wenig geschlafen. Er drehte sich zum Spielautomaten hinter ihm um, warf zwei DM ein und sagte lachend: „Wolllen wir wetten? Ich sage, dass gleich eine Serie kommt“. Ich schaute ihn skeptisch an: „Das glaubst du jetzt doch selber nicht, oder?“ „Doch“, entgegnete er, „du wirst sehen, sie kommt gleich!“ Was soll ich sagen, nach drei Durchläufen kam eine große Serie!

Während hinter uns der Automat die Sreie ausspielte, erzählte er mir folgende Geschichte: „Vor zwei Wochen habe ich eine Spiegel-Meditation gemacht und bin auf eine andere Bewusstseinsebene gelangt … es war eine Art Markt … dort kamen zwei Händler auf mich zu … und ich habe ihnen meine ersten 20 Lebensjahre verkauft … im Gegenzug habe ich die Zusage erhalten bei Geldspielen aller Art Erfolg zu haben!“ „Ein Teufelspakt!“ rief ich aus, „du hast einen Deal mit dem Teufel gemacht!“ Er nickte: „Ich weiß!“

Es war nun nicht so, dass ich komplett verstanden hätte, was da exakt auf der anderen „Ebene“ abgelaufen war …. aber das war auch gar nicht nötig … sein offensichtliches Getriebensein, sein fahriges Äußeres und der vorhergesagte Erfolg am Spielautomaten sprachen Bände.

„Mensch, Lars!“, sagte ich, „das kann doch jetzt nicht dein Ernst sein!? Du hast Jesus erlebt … wie kannst du dich da den Dämonen zuwenden? Sieh zu, dass du da schleunigst wieder von los kommst und zurück in den Glauben findest!

Wir unterhielten uns noch eine ganze Weile und ich redete ihm gut zu. Gelegentlich ließ er sich den Gewinn auszahlen, gab mir ein Bier aus und sagte am Ende: „Ich weiß, dass ich da wieder rauskommen muss. Aber im Moment geht es nicht!“ Als ich wenig später die Kneipe wieder verließ, war ich sehr nachdenklich! Gab es überhaupt noch eine Umkehr für ihn?

Etwa zwei Monate später traf ich ihn in einer christlichen Teestube. Er sah gut und ausgeglichen aus: „Alles wieder okay,“ sagte er strahlend. “ Ich bin wieder im Herrn!“ Und dann erzählte er mir, was inzwischen geschehen war.

Ein paar Tage nach unserem Gespräch war er nach Hannover gefahren und hatte dort in seiner Heimatgemeinde sich geoffenbart. Die Gemeinde hatte daraufhin eine ganze Nacht gebetet und gefastet und am Morgen waren dann vom Pastor und den Ältesten die Dämonen aus ihm ausgetrieben worden. „Gott sei Dank!“, sagte ich, „aber wenn ich dir einen Rat geben darf, mach so einen Unsinn nie wieder!“ Er lachte: „Nein, ganz bestimmt nicht!“

Später, als ich noch einmal über die ganze Geschichte nachdachte, musste ich an Jesuswort  aus dem Matthäusevangelium denken, nachdem die Jünger erfolglos versucht hatten, Dämonen aus einem mondsüchtigen Jungen auszutreiben: „Diese Art fährt nicht aus außer durch Gebet und Fasten.“ ( Matthäus 17, 21)

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Thomas Mann – ein Zeuge der dämonisch okkulten Realität

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Ich erlebe immer wieder, dass Naturalisten einfach nicht glauben wollen, dass es reale „übernatürliche“ Phänomene gibt. Sie wolles es einfach nicht wahrhaben, obwohl das entsprechende Indizienmaterial geradezu erdrückend ist . 

„Euer Ehren, ich rufe Thomas Mann in den Zeugenstand …. soll er uns jetzt mal von seiner Teilnahme an einer „Seance“ bei Baron Schenk – Notzing mit dem Medium Willi Schneider berichten … Herr Mann, erzählen Sie uns doch bitte , was mit dem am Boden liegenden Taschentuch geschah, welches der Baron auf den Boden geworfen hatte, unerreichbar für jede anwesende menschliche Hand?“

Thomas Mann erhebt sich und tritt in den Zeugenstand. Er räuspert sich und beginnt dann mit klarer Stimme zu reden: (Textauszug aus „Okkulte Erlebnisse“)
„Erinnert man sich an die Stelle im Lohengrin, 1. Akt, wenn nach
Elsas Gebet der Chor mit einer Einzelstimme einsetzt: „Seht! Welch seltsam Wunder!“ So ähnlich war es. Das Taschentuch hatte sich vom Boden erhoben und war aufgestiegen.

Vor aller Augen, mit rascher, sicherer, energischer, fast schöner Bewegung stieg es aus Schattengründen in den Lichtschein der Lampe empor, der es rötlich färbte, stieg auf, sage ich, aber das ist nicht richtig, nicht so war der Vorgang, daß es leer und flatternd emporgeweht wäre, es wurde genommen und erhoben, eine tätige Stütze steckte darin, die sich oben in knöchelartigen Erhebungen darunter abzeichnete, und von der es faltig herniederhing; von innen her wurde lebendig damit manipuliert, drückende und schüttelnde Umgestaltungen wurden damit vorgenommen in den zwei oder drei Sekunden, während welcher es frei ins Lampenlicht gehalten wurde – und dann kehrte es mit ebenso ruhiger und sicherer Bewegung zum Boden zurück.

Das war nicht möglich – aber es geschah. Der Blitz soll mich treffen, wenn ich lüge. Vor meinen unbestochenen Augen, die ebenso bereit gewesen wären, nichts zu sehen, falls nichts da sein würde, geschah es, und zwar nicht einmal, sondern alsbald aufs neue: Kaum unten, so kam das Tuch schon wieder empor ins Licht, schneller diesmal als zuvor, und jetzt sah man mit unverkennbarer Deutlichkeit das von innen erfolgende Hinein- und Übergreifen der Glieder eines Greiforgans, das schmaler als eine Menschenhand, klauenartig erschien. Hinan und wieder herauf … Zum drittenmal oben, wird das Tuch von etwas Unsichtbarem kräftig geschwenkt und gegen den Tisch geworfen – nicht darauf, nicht gut gezielt, es bleibt an der Kante hängen und fällt auf den Teppich.

Bravorufe und laute Lobeserhebungen für „Minna“ hatten das Phänomen begleitet, und mehrmals hatte der Baron bei uns Neulingen angefragt, ob wir sähen, ob wir alles gut sehen könnten. Gewiß, wie hätte ich das wohl nicht sehen sollen. Ich hätte die Augen schließen müssen, um es nicht zu sehen, während ich diese meine Augen doch niemals gespannter offen gehalten hatte als jetzt. Ich hatte Größeres gesehen auf Erden, Schöneres, Würdigeres.

Aber daß etwas Unmögliches, trotz seiner eigenen Unmöglichkeit, mit ruhiger Sicherheit und schließlich mit Übermut geschah, das hatte ich noch nicht gesehen, und darum wiederholte ich nur erschüttert: „Sehr gut! Sehr gut!“, obgleich mir nebenbei auch etwas übel war.“ 

So weit der Erfahrungsbericht  des Thomas Mann, der nun wirklich nicht für sich alleine steht. „Wer die (bösen) Geister ruft, muss sich nicht wundern, wenn sie dann auch wirklich kommen“ …. Dies habe ich persönlich auch mal leidvoll erfahren: Meine Geschichte

Dies soll natürlich keine Werbung für dämonisch-okkulte Phänomene sein, sondern nur auf diese Realität hinweisen. Ich warne davor sich darauf einzulassen, sonst könnte es einem vielleicht so ergehen wie diesem jungen Mann: Besessen von Voodoogeistern

Genug der schlechten Botschaften … wenn es das „übernatürlich“ Böse gibt, dann natürlich auch das „übernatürlich“ Gute. Ich empfehle sich dieser göttlichen Realität zu öffnen, beispielsweise so:

DSCI1438

 

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