Denken ist gut, Vertrauen ist besser!

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Wer wollte bestreiten, dass das Denken ein wesentlicher Bestandteil menschlichen Lebens ist? Es ist eine Fähigkeit, die zu falschen, richtigen, vorläufigen oder gar keinen Ergebnissen führen kann.

Wage dich deines Verstandes zu bedienen … und vertraue deiner Urteilskraft“, schrieb Immanuel Kant und dies scheint zum Credo des modernen, aufgeklärten Menschen von heute geworden zu sein. Mittels seines Verstandes versucht er das Chaos, welches ihn umgibt, in eine fassbare und Halt gebende Ordnung umzuwandeln.

So weit, so gut! Aber reicht das? Ist das wirklich der Weg um des (Welt-) Rätsels Lösung oder den Sinn des Lebens zu finden? Wohl kaum! Wer sich gedanklich mal mit dem Thema Unendlichkeit beschäftigt hat, weiß wie schnell unser Verstand da an sein Ende gelangt.

Dies ist nur eines von vielen Beispielen, wo die Begrenztheit unseres Denkens offenkundig wird. Und je weiter wir mit unserem Denken vordringen, umso verständlicher wird uns das sokratische „Ich weiß, dass ich nichts weiß!“

Des Welträtsels Lösung scheint in immer größere Ferne zu rücken, je mehr wir uns ihr zu nähern versuchen. Jede gelöste Frage wirft ungezählte neue Fragen auf!

Natürlich gibt es die Optimisten, die auf das schon Erreichte verweisen und darauf verweisen, dass das bislang noch nicht Erklärbare eines Tages aufgeklärt werden wird. Man eines Tages die Welt wissenschaftlich vollkommen erklären können wird. Aber ist das wirklich realistisch? Ist das Erkennbare nicht doch eher jener berühmte Tropfen des Ozeans, der für den Ozean gehalten wird? Sollte man wirklich jede Hoffnung fahren lassen des Welträtsels Lösung zu finden?

Spr 3,5-6 Vertraue auf den HERRN von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand; erkenne ihn auf allen deinen Wegen, so wird er deine Pfade ebnen.

Wie bitte? Wie soll ich Jemanden vertrauen, von dessen Existenz ich noch nicht einmal überzeugt bin? mag sich jetzt mancher fragen. Und diese Frage ist natürlich berechtigt.

Als ich 1985 in eine schwere Lebenskrise geriet, wurde ich plötzlich an den längst vergessenen Gott meiner Kindheit erinnert. Durch seltsame Zufälle gesteuert fühlte ich mich plötzlich aufgefordert mein Leben – ohne Wenn und Aber – in die Hände Gottes zu legen.

Viel Zeit zum Nachdenken blieb mir nicht und ich entschied – sozusagen aus dem Bauch heraus – Vertrauen zu wagen. Ich bekehrte mich zum christlichen Glauben, legte mein Leben – ohne Wenn und Aber – in Gottes Hände.

Seitdem sind 32 Jahre vergangen. Eine ausreichende Zeitspanne um eine belastbare Aussage treffen zu können. Und die lautet in meinem Fall: „Ich habe damals die beste Entscheidung meines Lebens getroffen!“

Mein Vertrauen, welches ich damals in einen vermuteten oder geahnten Gott gesetzt habe, ist nicht enttäuscht worden. Sondern ist durch unzählige kleine und viele große Erfahrungen belohnt worden. So dass für mich heute feststeht: Ich habe des Rätsels Lösung (anclicken) gefunden!

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Von „Realisten“ und Supra-Naturalisten

„Du wirst geboren, lebst eine Weile und stirbst zuletzt. Und das war´s dann“ ( Zitat eines unbekannten Naturalisten)

Es gibt eine größere Gruppierung von Menschen, die sich selber gerne als „Realisten“ bezeichnen. Für sie ist nur das real, was sich klar beobachten und wissenschaftlich-materialistisch erklären lässt. Alles darüber Hinausgehende ist für sie spekulativ oder Aberglaube.

Man sollte diese Art von „Realisten“ wohl treffender als Naturalisten bezeichnen. Sie deuten die Welt als ein großes natürliches Ganzes und darüber hinaus gibt es für sie nichts. Kein Gott, keine Wunder, nichts Übernatürliches!

Nun steht ja heutzutage jedermann frei die Welt nach eigenem Gusto zu betrachten. Aber es muss die Frage  natürlich erlaubt sein, ob dieser Naturalismus tatsächlich die Welt „realistisch“ deutet, oder eine supra-naturalistische Sichtweise nicht richtiger wäre.

Und in der Tat, als überzeugter Supra-Naturalist befremdet es mich in einem zunehmendem Maße, dass die zahlreichen deutlichen Hinweise auf etwas über die Natur Hinausgehendes von den Naturalisten nicht gesehen oder erkannt werden.

Nun haben jene Naturalisten oft einen sehr guten Bildungshintergrund. Es also eigentlich nicht an mangelnder Intelligenz scheitern sollte. Aber was ist es dann, was sie das Offensichtliche nicht sehen/erkennen lässt?

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Johanna von Orleans – ein Werkzeug Gottes?

 

Johanna von Orleans (1412 -1431) war eine der schillendsten Figuren der Weltgeschichte. Ein französisches Bauernmädchen, was plötzlich aus dem Nichts auftauchte und innerhalb kürzester Zeit der Gang der europäischen Geschichte veränderte.

Sie selber – und später alle Franzosen – sah sich als ein Werkzeug der Vorsehung. Ihre englischen Widersacher sahen in ihr eine Botin des Teufels. Wieder Andere sehen in ihr heute eine begabte, neurotisch-selbstbewusste Jugendliche, der der Zufall in äußerst begünstigender Weise zu Hilfe gekommen ist.

Was aber nun ist die richtige Sichtweise? Um dies beurteilen zu können, sollten wir uns ihr Leben mal etwas genauer anschauen! 

Ihre Kindheit

Wie alles begann

Aufbruch und eine alte Prophezeiung

Das Mädchen und der verkleidete König

Göttliche Zeichen?

Die vorhergesagte Verwundung

Johanna (8): Ihr glücklichster Tag!

Johanna (9): Das zerbrochene Schwert

 Gefangennahme, Prozess und Hinrichtung

 


 

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Der Blick durchs Schlüsselloch: Erweckung in China (und anderswo)

wunder

Die Gläubigen, die zerstreut worden waren, zogen umher und verkündeten das Wort. Philippus aber kam in die Hauptstadt Samariens hinab und verkündigte dort Christus.

Und die Menge achtete einmütig auf die Worte des Philippus; sie hörten zu und sahen die Wunder, die er tat. Denn aus vielen Besessenen fuhren unter lautem Geschrei die unreinen Geister aus; auch viele Lahme und Krüppel wurden geheilt.

So herrschte große Freude in jener Stadt. (Apostelgeschichte 8)

Das achte Kapitel der Apostelgeschichte ist der Bericht einer großen Erweckung in Samaria. Viele Menschen – offensichtlich innerlich stark berührt durch die vielen Zeichen und Wunder – bekehrten sich zum christlichen Glauben und ließen sich taufen.

„Ja, klar“, mag jetzt mancher denken, „wenn ich so etwas erleben würde, würde ich mich auch bekehren. Aber solche Dinge geschehen ja heutzutage nicht mehr!“

Das ist so aber nicht ganz richtig … es gibt auch heutzutage noch solche Erweckungen, beispielsweise derzeit in China. Man spricht von über deutlich mehr als 100 Millionen Christen im ganzen Land. Allein in den letzten Jahren sind 40 Millionen Menschen gläubig geworden. Und gleichzeitig  wird von zahlreichen großen Zeichen und Wundern berichtet, wie seinerzeit in Samarien:  Zeichen und Wunder in China

Sogar zahlreiche Totenerweckungen soll es gegeben haben:

Zahlreiche glaubhafte Berichte von Totenauferweckungen kursieren.  Aus einem der östlichen Landesteile wird berichtet, dass ein Christ zu Tode geprügelt wurde.  Aus Furcht, die anderen Gläubigen könnten über ihm beten und ihn vom Tod auferwecken, ließen die Behörden den Leichnam verbrennen.

Kurzum, in China und anderen Teilen der Welt geschehen dramatische Dinge, von denen der normale Mitteleuropäer wenig bis gar nichts mitbekommt.  Dieser Text hier versteht sich als ein ganz kurzer Blick durch´s Schlüsselloch hinter die chinesische Mauer: 

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Therese von Konnersreuth – eine göttliche Mystikerin?

Therese Neumann

* 9. April 1898 in Konnersreuth in Bayern
† 18. September 1962 daselbst

Therese, ältestes von elf Kindern eines Schneiders, wurde in der Nacht zum Karfreitag geboren. Im Alter von 14 Jahren kam sie als Magd auf einen Bauernhof im Ort, dort erlebte sie 1918 einen großen Brand, der sie körperlich und seelisch erschütterte. In den folgenden Monaten erblindete sie, Lähmungserscheinungen traten auf; aber 1923, am Tag der Seligsprechung von Theresia von Lisieux, konnte sie plötzlich wieder sehen und 1925, am Tag der Heiligsprechung von Theresia, wieder gehen, schließlich im selben Jahr am Todestag Theresias konnte sie sich wieder ohne jede Beeinträchtigung bewegen.

Es gibt meines Wissens keinen Zweifel an dieser biografischen Darstellung. Sie stellt Wunderheilungen – mit Bezug auf die  christliche Mystikerin Theresia von Liseux – in den Raum. Persönlich sehe ich keinen Anlass dieser Darstellung und Deutung zu widersprechen.

Therese nahm nun nur noch flüssige Nahrung auf. Während der Fastenzeit 1926 stellte sich eine erste Stigmawunde in der Herzgegend ein, an Karfreitag erschienen an ihr die Fuß- und Handwundmale. Ab Weihnachten 1926 lebte sie völlig ohne Nahrung, nur vom täglichen Empfang der Hostie. …

gut 35 Jahre lang hat sie nach dem Zeugnis vieler Menschen außer der Eucharistie keine Nahrung zu sich genommen.

Als normal denkender Mensch ist man geneigt, so etwas für eine Unmöglichkeit zu erachten. Fakt aber ist, dass ihr trotz eingehender Untersuchungen und Beobachtungen nie ein Schwindel nachgewiesen werden konnte. Ich neige dazu, es für wahr zu halten. Es gibt ja auch erstaunliche Phänomene bei indischen Gurus.

1927 zeigten sich an einem Freitag erstmals auch die Dornenkrone-Stigmata, die immer künftig freitags bluteten, wenn sie das Leiden Christi schaute. In tiefer religiöser Entrückung blutete sie immer wieder aus Augen, Händen und einer Wunde an ihrer Seite.

Foto von Ferdinand Neumann: Therese in Ekstase. In: Johannes Steiner: Visionen der Therese Neumann, München und Zürich 1973

Fast 700 Mal erlebte sie in Ekstase das Leiden und Sterben Jesu Christi mit; jeweils am Karfreitag fiel sie in einen todesähnlichen Schlaf, aus dem sie erst am Ostermorgen erwachte.

Das Ganze geschah nicht etwa im stillen Winkel, sondern vor großem Publikum. Unter Anderem berichtet der indische Yogi Yogananda in aller Ausführlichkeit über eine solche Session, die er selber mitgemacht hat. Nur nebenbei bemerkt … das aufgetretene  Blut ist nachweislich Thereses gewesen.   Und sie hat in Ekstasen oftmals perfekt Aramäisch gesprochen, was sicher nicht ihrem Bildungsstand entsprach.

Was soll man nun von all dem halten? 

Ich erkannte sofort, dass Gott ihr diese ungewöhnliche Aufgabe übertragen hatte, um alle Christen von der geschichtlichen Tatsache der Kreuzigung Jesu, so wie sie im Neuen Testament steht, zu überzeugen (Yogananda)

Ich bin mir da ehrlich gesagt nicht so sicher. Zwar glaube ich an die Echheit der geschilderten Phänomene, aber bei deren Deutung fühle ich mich doch etwas überfordert. Ist das wirklich ein Wirken Gottes? Ein extremer Seelenzustand oder vielleicht sogar dämonisch gewirkt?

Wir stoßen hier an eines der Rätsel, die uns staunen und auch ein wenig erschauern lassen, … und wo sich ein vorschnelles Urteil verbietet. Aber uns auch einmal mehr auf das bekannte Shakespeare-zitat verweist: „Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als uns die Schulweisheit uns Glauben machen will“

 

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Gibt es den Himmel wirklich?

 

An den Himmel (heaven) kann man glauben oder aber auch nicht. Aber was ist, wenn jemand ein Buch schreibt und erzählt, er sei schon dort gewesen? Genau dies hat Don Piper,ein amerikanischer Pastor,  getan. Er schrieb ein weithin bekanntes Buch mit dem Titel: „90 Minuten im Himmel“, was inzwischen auch schon verfilmt worden ist.

Ich habe dies in einigen kurzen Artikeln wiederzugeben und abschließend zu bewerten versucht:

Prolog

Ende einer Dienstfahrt

Ein himmlisches Empfangskomitee

Das perlenverzierte Tor

Eine persönliche Einschätzung

Wäre es nicht schön, wenn wir uns später einmal im Himmel begegnen würden?

d6fba-auferstehung

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Eine späte Umkehr

Ich hatte einige schöne Sommertage in Königswinter am Rhein zugebracht. Nun hatte ein Blick in meine Urlaubskasse mich davon überzeugt, dass es Zeit für die Heimreise war. Ich hatte den Schlüssel meines kleinen Pensionszimmers abgegeben, mein Gepäck aufs Fahrrad geladen und ging nun zum letzten mal die kleine Gasse mit dem Namen Hauptstrasse entlang.

Ich wußte den Drachenfels in meinem Rücken, aber ich drehte mich nicht noch einmal um. Ich ahnte jetzt schon wie ich den Blick auf diesen mystischen Berg vermissen würde, der mir in den zurückliegenden Tagen so vertraut geworden war.

Auch mied ich den Gedanken an die Rheinfähre, die ich jeden Morgen benutzt hatte um auf die andere Rheinseite nach Bad Godesberg zu gelangen. Dort liefen in der Stadthalle immer noch die Europäischen Go-Meisterschaften, die ich tagsüber besucht hatte. Eigentlich wäre ich gerne noch etwas länger geblieben, aber wie gesagt: Die Urlaubskasse

Gegen 14 Uhr hatte ich Köln erreicht, wo ich eigentlich eine Übernachtung eingeplant hatte. Aber irgendwie war ich in einer schlechten Stimmung. Nach den ruhigen stillen Tagen im beschaulichen Königswinter ging mir der Lärm und die hektische Betriebsamkeit der Rheinmetropole ziemlich auf die Nerven. Und so entschied ich nach Düsseldorf, meiner Heimatstadt, weiterzufahren.

In Köln-Mülheim überlegte ich kurz noch einmal, ob ich nicht vielleicht doch besser in Köln bleiben sollte. Ich fühlte mich nicht gut und der Weg noch weit. Aber ich hatte es mir nun einmal in den Kopf gesetzt und so setzte ich die Fahrt vor. Von nun an war ich total auf Düsseldorf fixiert.

Etwa gegen 17 Uhr hatte ich Monheim erreicht. Düsseldorf war nun schon in ereichbarer Nähe. Noch einmal 20 Kilometer und dann würde ich zuhause sein. Aus irgendeinem Grunde dachte ich plötzlich: Ach komm, schau dir doch mal Monheim an. Die mittelalterlich wirkende Rheinmauer sah jedenfalls recht vielversprechend aus.

Ich hatte gerade das Stadtzentrum erreicht, als auf einmal neben mir ein Handy klingelte. Ein junger Mann hatte es auch direkt am Ohr und ich hörte ihn sagen. „Ja, ich bin gerade in Monheim. Aber ich fahre gleich nach Köln zurück!“

Der Satz traf ungefiltert mein Innerstes. Augenblicklich wußte ich, dass dies eine Botschaft für mich war. Geschockt stellte ich mein Fahrrad ab und begann nachzudenken: Das kann doch wohl jetzt nicht wahr sein. Ich habe etwa 80 Kilometer in den Knochen. Und jetzt soll ich zurück nach Köln? Ich bin fix und fertig!

Aber ich wußte, dass dies ein Reden Gottes gewesen war und es besser war darauf auch zu hören und sich nicht darüber hinwegzusetzen. Stinksauer wendete ich mein Rad und fuhr Richtung Köln zurück.

Obwohl sich meine Wut noch eine ganze Weile hielt, setzte recht schnell das gute Gefühl der Richtigkeit ein. Und plötzlich begriff ich, dass meine vorherige schlechte Laune ein Gutteil schlechtes Gewissen gewesen war. Ich hatte die ganze Zeit gegen mein inneres Gefühl gehandelt.

Als ich am frühen Abend Köln erreichte, war ich erleichtert. Ich mietete mir ein Zimmer in einem Backpacker-Hostel und machte noch einen Abendspaziergang. Als ich gerade über die Domplatte ging, hörte ich einen jungen Mann zu seiner Freundin sagen: „Nach Bad Godesberg fährt eine S-Bahn. Die werde ich morgen nehmen!“

Wiederum geschockt blieb ich stehen. Eine neue Botschaft für mich? Sollte ich jetzt auch noch nach Bad Godesberg zurück? Ist am Ende vielleicht meine ganze Abreise verfrüht gewesen? fragte ich mich niedergeschlagen.

Tatsächlich fuhr ich am nächsten Tag noch einmal – mit der Bahn – nach Bad Godesberg zurück und verbrachte dort den ganzen Tag auf dem Go-Turnier. Es wurde ein richtig schöner Tag, und als ich mich am Abend von allen Bekannten verabschiedet hatte und am Godesberger Bahnsteig auf meinen Zug wartete, spürte ich innerlich, dass jetzt alles rund war. Die Sache nun wirklich abgeschlossen war.

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